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Applaus statt Anfeindung
Corona-Helden mit Migrationshintergrund

Jeden Abend klatschen Menschen für die Helden der Corona-Krise. Dabei sind darunter viele, die in ihrem sonstigen Alltag unter rassistischen Anfeindungen leiden. Darauf machen jetzt zwei Londoner Kreative aufmerksam.

Text: Anonymous User

17. April 2020

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Die beiden Londoner Kreativen Sachini Imbuldeniya und Darren Smith arbeiten in normalen Zeiten als Creative Director beziehungsweise Illustrator und Content Director bei dem Londoner Werbefilmproduzenten The Bridge Studio. Anlässlich der Corona-Pandemie wollten die beiden nun ein Zeichen gegen Rassismus setzen. 

Basis dazu bildet das Gedicht "You clap for me now". Jede Zeile davon wird von Immigrant*innen vorgetragen, die damit symbolisieren, dass eine große Anzahl systemrelevanter Jobs in Krankenhäusern, Schulen oder Supermärkten  freundlich und solidarisch von Einwanderern und Familien ethnischer Minderheiten erledigt wird, obwohl diese in ihrem Alltag immer wieder Rassismus und Feindseligkeiten erleben. 

Das, so fordern die Kreativen, sollten die Menschen auch nicht vergessen, wenn die Pandemie vorbei ist und die Menschen nicht mehr allabendlich auf Balkonen oder ihren Fenstern für die Helden der Corona-Krise applaudieren.

Die Idee zu dem Gedicht kam Smith, als er Imbuldeniyas Mutter für einen Artikel interviewte. Sie kam aus Sri Lanka nah Großbritannien und arbeitet dort seit 40 Jahren als Krankenschwester. Mit ihrem Werk stoßen die Macher auf Gehör. Im Social Web wurde der Film inzwischen mehrere Zehntausend Mal abgerufen. Auch die Huffpost UK berichtete über die Aktion.

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Autor: W&V Redaktion

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