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Automarkt der Zukunft
Das Abo ist die Zukunft der Autobranche

Zwei Studien, die in Zusammenarbeit mit dem Auto-Experten Ferdinand Dudenhöffer entstanden sind, prognostizieren: Bis zum Jahr 2030 werden rund eine Million Neuwagen über Abo-Modelle angeschafft.

Text: W&V Redaktion

1. September 2020

Experte Ferdinand Dudenhöffer: "Die Menschen wollen ein Auto ohne böse Überraschungen besitzen."
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Nicht nur im Streaming-Bereich ist das Abo das Nonplusultra – auch auf dem Automobilmarkt wird es sich zunehmend durchsetzen. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Studien, die zum Thema "Das Marktpotenzial von Car-Abos" von IBM-Car und Fleetpool-Car in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftswissenschaftler und Auto-Experten Ferdinand Dudenhöffer durchgeführt wurden.

An den Untersuchungen nahmen 1163 kaufinteressierte Autofahrer sowie 726 Auto-Abo-Kunden der Marke Like2drive teil. Sie prognostizieren einen zunehmenden Trend für das Auto-Abo: Bis zum Jahr 2030 wird ein Volumen von bis zu einer Million Neuwagen im Privatkundenmarkt erwartet. Zum Vergleich: Aktuell werden Autos zu 30 Prozent über Barkauf finanziert, zu 30 Prozent über Kredite, der Rest über Leasing und Drei-Wege-Finanzierung.

Interesse an Eigentum sinkt

"Das Interesse am Fahrzeug-Eigentum sinkt aufgrund von Risiken wie unvorhersehbarer Werkstatt-Besuche oder niedriger Restwerte weiter. Stattdessen wollen die Menschen ein Auto ohne böse Überraschungen besitzen, und das ermöglicht das Auto-Abo", so Ferdinand Dudenhöffer. 

In der zweiten Studie wurden ausschließlich Teilnehmer befragt, die bereits Erfahrung mit Flatrates von Fahrzeugen haben und den Auto-Abo-Spezialisten Like2drive nutzen. Immerhin 89 Prozent der Beteiligten wollen sich nach Ablauf eines Abos erneut für diese Nutzungsform entscheiden. 93 Prozent gaben an, mit dem All-inclusive-Angebot "sehr zufrieden" oder "zufrieden" zu sein.

Von den für 2020 in Deutschland insgesamt erwarteten rund 40.000 Neuwagen wird die Fleetpool Group, zu der die Marke Like2drive gehört, mit 14.000 Fahrzeugen voraussichtlich den größten Anteil beitragen. 

Eigenständig betriebene Plattformen

Die Fleetpool Group konzipiert, digitalisiert und betreibt seit über zwölf Jahren Car-Subscription-Modelle für Unternehmen, die eine hohe Flexibilität in Bezug auf Mobilität wünschen. Fleetpool verfügt aufgrund der Inhouse Digital-Agentur über ein eigenes Software-Development und betreibt die Plattformen vollkommen eigenständig.

Als White-Label-Anbieter arbeitet die Fleetpool Group für Automobil-Hersteller und Konzerne. Sieben eigene Marken hat das in 2008 von Gert Schaub gegründete Unternehmen bereits aufgebaut und etabliert, darunter Eazycars, Like2drive, Conqar für Seat oder Kinto Flex in Kooperation mit Toyota in Deutschland. 


Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde

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