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Video der Demontage am Königssee
Das Ende von Gelb: Telekom baut letzte Telefonzelle ab

Die Deutsche Telekom beendet die Geschichte der gelben Telefonzelle und zeigt im Video den Abbau der letzten ihrer Art in St. Bartholomä am Königssee.

Text: W&V Redaktion

24. April 2019

Da fährt sie hin, die letzte gelbe Telefonzelle: Die Deutsche Telekom filmt ihren Abtransport mit dem Elektroboot über den Königssee,
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Es wird so manchen verwundern, dass es sie im Zeitalter des allgegenwärtigen Mobilfunks überhaupt noch gab: die gelbe Telefonzelle der Deutschen Telekom. Das letzte Exemplar, idyllisch platziert am Touristenmagneten St. Bartholomä am Königssee, ist jetzt demontiert worden.

Den Abbau und den Transport per Boot über den oberbayerischen See dokumentiert die Telekom in einem rund 11-minütigen Video. Dabei wird auch Geschichtliches eingeflochten.

"Zu den besten Zeiten hatten wir über 100.000 öffentliche Telefone in Deutschland, davon waren circa 50.000 von der Art, wie wir sie heute abgebaut haben", erzählt Telekom-Projektleiter Günter Nerlinger.

Aber hier erst einmal das Video vom Ende der Ära Gelb: 

Telefonhäuschen mit Münzfernsprechern und Telefonbüchern gehörten ab den 1920er Jahren zum vertrauten Bild in deutschen Städten. 1932 wurde die Gestaltung normiert, 1946 die Farbe Gelb für alle Telefonzellen obligatorisch.

Warum die letzte gelbe Telefonzelle weichen musste – auch das erklärt Nerlinger: "Wir entschließen uns, das Telefonhäuschen vom Netz zu nehmen, wenn der Umsatz pro Monat dauerhaft unter 50 Euro absinkt, weil die Kosten natürlich wesentlich höher sind." Ausgaben würden dem Magenta-Konzern vor allem durch die regelmäßige Wartung des Häuschens entstehen.

Für eine gute Funkverbindung aus St. Bartholomä am Fuße des Watzmanns ist übrigens gesorgt: Eine Mobilzelle ist dort eingerichtet - gut von Gebäuden kaschiert, damit Denkmalschutzvorgaben eingehalten werden.

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