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Marken-Award
Das sind die Best Brands 2019

Adidas, Lego, Lillet und Amazon heißen die Preisträger bei den Best Brands 2019. Die Marken-Oscars wurden zum 16. Mal bei einer Gala in München verliehen.

Text: W&V Redaktion

20. Februar 2019

Bekannt für sportliche Werbung und Sponsoring (wie hier bei Union Berlin): Adidas steht auf dem Treppchen der Best Brands 2019 ganz oben.
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And the "Marken-Oscar" goes to ... Adidas: Der fränkische Sportartikelhersteller ist bei den Best Brands 2019 zur besten deutschen Unternehmensmarke weltweit gekürt worden. Das Ranking ehrt seit 16 Jahren Marken, die nicht nur wirtschaftlich erfolgreich sind, sondern bei Verbrauchern auch einen glänzenden Ruf genießen und mit hohen Imagewerten punkten.

In drei weiteren Kategorien hat die Münchner Agenturgruppe Serviceplan gemeinsam mit den Partnern GfK, ProSiebenSat.1, Markenverband, Wirtschaftswoche, Zeit und RMS die besten Marken 2019 ausgezeichnet. In den Rankings "Beste Produktmarke", "Beste Wachstumsmarke" sowie in der diesjährigen Sonderkategorie "Best Digital Life Brand" setzen sich Lego, Lillet und Amazon an die Spitze. 

Marken-Oscars für Adidas, Lego, Lillet und Amazon 

Warum ist Lego auf Platz 1 unter den Produktmarken? Michael Müller, President Northern, Eastern and Central Europe der GfK betont: "Wegen der Erlebnisqualität der Marke." Ihm zufolge liegen die Wachstumsmarken in diesem Jahr besonders eng beieinander: "Die Abstände zwischen den Top-Ten-Platzierten sind sehr gering."

Und Florian Haller, Hauptgeschäftsführer der Serviceplan Gruppe, fügt bei den Wachstumsmarken an: "Sieben von zehn Marken aus den Top Ten haben ihre Werbebudgets zweistellig erhöht. Das zeigt: Wenn ich kommunikativ etwas tue, dann bewegt sich auch was."  Der Siebtplatzierte Huawei hat aus Hallers Sicht  – wie Samsung – das Potenzial, "eine Weltmarke zu werden".

Des Weiteren betont er: "Zwei von drei Gewinnern haben starke Nachhaltigkeitsprogramme aufgelegt. Das ist ein Mega-Trend, der mal lauter und mal leiser spürbar ist. Menschen wollen eben wissen, wo Produkte herkommen und wo sie hingehen."

Rund um die Sonderkategorie "Best Digital Life Brand" äußert Florian Haller deutliche Kritik: "Das ist eine Bankrott-Erklärung, dass unter den Top-Ten-Digital-Lifestyle-Brands in Deutschland nur drei deutsche Marken sind. Und große Player wie die Deutsche Telekom fehlen." Haller bringt das Beispiel E-Payment. Hier glänzt die amerikanische Marke PayPal, während die deutsche Marke Paydirekt keine Rolle spielt.

"Wir verschlafen gerade unsere Zukunft", warnt Haller und fährt fort: "Wo sind deutsche Unterhaltungselektronik-Marken? Wo ist Otto? Wo ist Zalando?" Haller sieht das schlechte Abschneiden deutscher Marken in der von der GfK ermittelten Bestenliste als "Wake-up-Call". Die deutschen Player lassen sich, so der Serviceplan-Hauptgeschäftsführer, "das Heft aus der Hand nehmen." Die deutschen Marken Bosch, Siemens und Fritz Box nehmen in der Kategorie "Best Digital Life Brand" die Plätze 6, 8 und 10 ein.

Ein Fazit des Serviceplan-Lenkers zu den "Best Brands 2019" lautet: "Wir müssen uns daran gewöhnen, dass nicht nur Marken von West nach Ost expandieren, sondern dass auch Marken aus dem Osten im Westen groß werden." 

Die Best Brands 2019 wurden in einem – gewohnt – prominenten Rahmen verliehen. Der ehemalige Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, eröffnete die Gala im Ballsaal des Bayerischen Hofs mit einer engagierten Keynote zur Marke Europa. Durchs Programm führte erneut Moderator Klaas Heufer-Umlauf. Zu den rund 700 geladenen Gästen der Gala zählten neben namhaften Vertretern aus Wirtschaft, Handel und Medien auch prominente Gäste, in diesem Jahr unter anderem der Showact - Hollywoodstar Kiefer Sutherland.

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