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Ranking
Das sind die besten CEOs der Welt

Ajay Banga, CEO von Mastercard, ist dieses Jahr die Nummer 1 unter den Top 100 CEOs im von Brand Finance veröffentlichten Index 2021. Weniger erfreulich: Es gibt lediglich acht Frauen im Ranking.

Text: W&V Redaktion

26. Januar 2021

Das Ranking der besten CEOs der Welt von Brand Finance zeigt: Es mangelt stark an Diversität in den Führungsetagen von Unternehmen weltweit.
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Der diesjährige Top-CEO der Welt laut Brand Finance Brand Guardianship Index 2021 ist Ajay Banga von Mastercard. Banga kündigte seinen Wechsel vom CEO zum Executive Chairman im Jahr 2020 an und beendete damit seine 10-jährige Karriere als CEO. Er hat technologische Innovationen vorangetrieben und dafür gesorgt, dass die Marke trotz des Wandels im Finanzdienstleistungsbereich relevant blieb. Zudem setzt sich Banga auch für die Idee der finanziellen Inklusion ein und hat seinen Einfluss genutzt, um strategische Partnerschaften mit Finanzinstitutionen auf der ganzen Welt aufzubauen, um die Armut zu bekämpfen.

Auf dem zweiten Platz des Rankings befindet sich Jensen Huang von Nvidia. In den vergangenen fünf Jahren habe der Grafik- und Chip-Hersteller Nvidia einen rasanten Anstieg des Markenwerts erlebt, was auf die Führung von Huang zurückzuführen ist, schreibt Brand Finance. Der CEO gründete Nvidia im Jahr 1993 und hat seitdem eine Marke aufgebaut, "die Innovation in ihrer DNA trägt". Huang hat 30 Millionen US-Dollar an die Stanford University gespendet, um ein Entwicklungszentrum einzurichten und gab fünf Millionen US-Dollar für Krebsforschungslabore in Oregon aus. Den dritten Platz des Rankings belegt Reed Hastings von Netflix.

Hier ist die Liste der Top 10 CEOs:

Die Top 10 CEOs der Welt im Brand-Finance-Ranking.

Es mangelt an Diversität in den Führungsetagen

Das Ranking von Brand Finance zeigt ein großes Problem: Nur acht der Top-100-CEOs sind weiblich. Das geht auf den Mangel an weiblichen Führungskräften in großen Unternehmen weltweit zurück. Unter den weiblichen CEOs im Ranking sind sechs aus amerikanischen und zwei aus chinesischen Unternehmen. Im vergangenen Jahr waren es sogar nur vier Frauen. Susan Patricia Griffith von Progressive ist die bestplatzierte weibliche CEO, die in diesem Jahr auf Platz 28 liegt. Viele der CEOs im Ranking setzen sich selbst für Vielfalt und Inklusion ein.

"Die MeToo-Bewegung löste in 2017 eine Welle an erschütternden Beweise für sexuelle Belästigung von Frauen am Arbeitsplatz aus. Diese Bewegung mag begonnen haben, eine Entschädigung zu leisten und das Bewusstsein für die Problematik zu schärfen, aber offensichtlich ist Gleichberechtigung noch weit entfernt", kommentiert Annie Brown, Associate bei Brand Finance.

Ob es nun bewusste oder unbewusste Voreingenommenheit sei, die zu einem deutlichen Mangel an weiblichen Führungskräften führe, es bestehe eindeutig Handlungsbedarf, sagt Brown. Die achtprozentige Repräsentation von Frauen im Brand Guardianship Index 100 spiegelt die Gesamtstichprobe wider, die ebenfalls acht Prozent weiblich war. "Frauen sind gleichermaßen in der Lage, außergewöhnliche Führungskräfte zu sein und es ist an der Zeit, dass sich das in den Vorstandsetagen wiederspiegelt."

48 der Top 100 Brand Guardians sind CEOs von US-Unternehmen, 25 kommen aus Ostasien und 17 aus Europa. Der Bestplatzierste eines nicht-amerikanischen Unternehmens ist Yong Zhang (Daniel Zhang) von Alibaba. Das Durchschnittsalter der CEOs liegt bei 57 Jahren.


Autor: Nadia Riaz

volontierte bei W&V und Kontakter, war anschließend Redakteurin bei LEAD, wo sie ihre Begeisterung für Digital- und Tech-Themen entdeckte. Nadia hat München für Hamburg ausgetauscht und schreibt jetzt als freie Autorin für W&V am liebsten über Blockchain und KI.

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