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Schoko-Marketing von Milka und Ritter Sport
Der Trend geht zum Kakao

Zwei Trends bedienen die großen Schoko-Marken Ritter Sport und Milka. Nachhaltigkeit ist der eine. Mehr Kakao der andere.

Text: W&V Redaktion

25. Januar 2019

Mehr Kakao: Die Bohne ist Thema für Milka und Ritter Sport.
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30 Prozent Kakao, 57,5 Prozent Zucker, 29,5 Prozent Fett, 530 Kilokalorien: Das sind die Werte einer normalen 100-Gramm-Tafel Milka Alpenmilch. Wettbewerber Ritter Sport kommt bei der Alpenmilch-Schokolade zwar mit etwas weniger Zucker aus (53,3 Gramm auf 100 Gramm Schokolade) - kompensiert das aber mit mehr Fett (32 Prozent), was am Ende zu 542 Kilokalorien führt.

Was bei Musikfans die Frage "Stones oder Beatles?", ist bei vielen Schokofreunden Ritter Sport oder Milka - während sich die vermeintlichen Schoko-Gourmets ohnehin als Verweigerer inszenieren. Allen gemeinsam ist aber, dass die Stichworte Öko und Bio immer stärker ins Bewusstsein geraten. Und dass seit einer Weile, vor allem bei Nicht-Massenmarken, gern über einen höheren Kakaoanteil  diskutiert wird, Dunkelschokolade (auch: Herrenschokolade) verliert ihr onkelhaftes Image.

Klar, sowohl Milka als auch Ritter Sport haben schon länger dunklere Sorten im Programm. Mit weniger Zucker, mehr Kakao, mehr Fett. In diesem Jahr aber gehen sie das Thema Bitterschokolade noch mal neu an, verbunden mit massivem Werbebudget. Mitte Februar startet Milka eine Mega-Kampagne.

Bitter soll die dunkle Schokolade nicht mehr sein

Das führt dazu, dass Milka nun vier Sorten mit 40 Prozent Kakaoanteil auf den Markt bringt. Milka Dark Milk (Alpenmilch, Himbeer, Mandel, gesalzenes Karamell) soll intensiveren Schokogeschmack bei milkaesker Zartheit liefern. Dazu ist der Kakao, heißt es, nachhaltig produziert. Dafür tragen die Tafeln das "Cocoa Life"-Logo.

Ritter Sport stellt auf der Süßwarenmesse am Sonntag seine neue "Kakao-Klasse" vor: drei Sorten mit unterschiedlich hohem Kakaogehalt (55, 61 und 74 Prozent), jede aus einem anderen Land - und, wie Ritter Sport schreibt, "zu 100 Prozent zertifiziert nachhaltig".

Verkauft werden die Schokoladen aus mit Kakao aus Ghana, Nicaragua und Peru ab Ende Februar.

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