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Black Friday
Deutsche kauften weniger, Amerikaner umso mehr ein

Während der Black Friday hierzulande erstmals wieder leicht rückläufige Umsätze verzeichnet, legten die Händler in den USA einen neuen Rekord hin. W&V zieht eine erste Bilanz.

Text: Anonymous User

2. Dezember 2019

Black Friday: Die Deutschen kauften etwas weniger ein, die Amerikaner dafür umso mehr.
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Haben die Klimademos und Aufrufe zum Konsumverzicht am Ende doch ihre Wirkung gezeigt? Erstmals nach fünf Jahren haben die Deutschen am Black Friday etwas weniger eingekauft als noch im Jahr davor. Wie die Global Savings Group (GSG) ermittelte, gab jeder einzelne Online-Shopper dieses Mal im Schnitt 105,10 Euro aus - 2018 waren es noch 111,37 Euro. Noch schlechter schnitt das darauffolgende Cyberwochenende ab: An diesem lagen die durchschnittlichen Ausgaben pro Kopf bei 98,87 Euro.

Am meisten gaben die Deutschen dabei für Reisen aus (492,63 Euro), gefolgt von Smartphones, Tablets und anderen Technik-Devices (355,04 Euro). Dabei waren offenbar vor allem Frauen und junge Leute in großer Kauflaune: 57,9 Prozent der Käufer waren weiblich und 81 Prozent waren jünger als 44 Jahre.

Entsprechend fiel auch die Wahl des Shopping-Kanals aus: Mittlerweile wurden fast gleich viele Käufe über Mobile (49,32 Prozent) und Desktop (50,68 Prozent) getätigt, Mobile holt also weiter auf. Allerdings scheint die Geldbörse am Desktop doch noch etwas lockerer zu sitzen: Hier waren die Ausgaben mit durchschnittlich 114,60 Euro höher als bei den Mobile-Usern mit einem Mittelwert von 95,98 Euro.

Den höchsten Peak erzielten die Online-Shops übrigens am Nachmittag: Zwischen 13 Uhr und 19 Uhr tätigten die Kunden jede Stunde etwa sechs Prozent aller Käufe. Offenbar war bei den meisten erst ab Freitagmittag der Kopf frei für die Schnäppchenjagd.

Amerikaner legten Shopping-Rekord ein

Ein ganz anderes Bild gibt dagegen die Bilanz in den USA ab, wo die Tradition des Mega-Sales-Tages ursprünglich herkommt: Hier wurde schon immer am Freitag nach Thanksgiving (der vierte Donnerstag im November) die Weihnachtseinkaufsaison eröffnet. Und laut dem Magazin Forbes hat der US-amerikanische Online-Handel am diesjährigen Black Friday mit einem Umsatz von 7,2 Milliarden Dollar und einer Steigerung von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr einen "absoluten Rekordtag" hingelegt. Dabei war auch in den USA Mobile der große Gewinner: Laut Salesforce wurden 65 Prozent aller digitalen Bestellungen auf einem mobilen Endgerät getätigt.

Und der Shopping-Wahn ist ja noch nicht vorbei: Heute ist "Cyber Monday", der ja eigentlich in den USA von den Online-Shops als Antwort auf den Black Friday des stationären Handels ins Leben gerufen worden ist. Wie die Financial Times berichtet, könnte sich dieser Montag nun "zum größten Tag aller Zeiten für den amerikanischen E-Commerce" entwickeln.

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