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W&V Data-Ranking
Deutschlands Straßen veralten zunehmend

9,6 Jahre ist das Durchschnittsalter eines Autos hierzulande. Tendenz steigend. Mit den neuen Antriebskonzepten könnte man gegensteuern. Doch dafür wird weiter nur verhalten geworben, so W&V Data.

Text: W&V Redaktion

17. Juli 2020

Nur drei Autobauer, nämlich Ford, BMW und Renault, finden sich mit Werbung rund um alternative Antriebe unter den Tops der Werbemotive.
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Mit den 9,6 Jahren Durchschnittsalter liegt die Autobauer-Nation Deutschland vorn in Europa, vor Frankreich mit neun und der Schweiz mit 8,6 Jahren. Noch vor zehn Jahren betrug das durchschnittliche Alter eines Pkws in Deutschland 8,1 Jahre und stieg dann bis 2015 kontinuierlich auf neun Jahre, und so fort. Die meisten hier zugelassenen Autos, nämlich rund ein Viertel, sind zwischen fünf und neun Jahren alt, fast jedes fünfte läuft bereits seit 15 bis 29 Jahren (Statista/Entsorgung.de).

Das mag für die Qualität sprechen. Aber es bedeutet auch, dass sich die Autobauer einiges einfallen lassen müssen, hier für eine Verjüngungskur zu sorgen – und dass das auch mit entsprechendem Werbedruck kommuniziert werden muss.

Spendings für Pkw-Werbung 30 Prozent unter Vorjahr

Gerade da sieht es mau aus. Die Werbespendings der Pkw-Hersteller liegen im ersten Halbjahr 2020 noch fast 30 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das zeigen die ab sofort für die erste Jahreshälfte abrufbaren Rankings der Pkw- und anderer Branchen auf W&V Data. Die Automobilmarken fuhren gegenüber den 795,6 Mio. Euro brutto des Vorjahres jetzt nur noch 559,4 Mio. Euro auf.

Potential, die Veralterungskurve zu stoppen, wird vor allem alternativen Antriebskonzepten zugeschrieben. Aber die Werbeaktivitäten dazu strotzen so gar nicht vor Selbstbewusstsein der Autobauer, dass das auch funktioniert.

Im aktuellen W&V Data-Ranking der 30 teuersten Motive einer Woche (Basis: 29.6. bis 5.7.2020) finden sich nur drei Modelle mit E- bzw. Hybrid-Antrieb, aber ohne hier wirklich mit großem Werbedruck ins Gewicht zu fallen. Unter die Top Ten schafft es lediglich der Ford Kuga – und liegt damit auf Augenhöhe mit den Spendings, die etwa für Lieferando oder Sodastream investiert werden. BMW mit dem Motiv für den 5er Hybrid liegt auf Platz 15 dieses Rankings, Renault als Dritter im Bunde erst auf Platz 27. Das teuerste Automotiv der Woche kommt von Seat – für den nach wie vor herkömmlich betriebenen Leon.

Nachfolgende Tabelle aus dem W&V Data-Dashboard der Top-Motive zeigt die vier Auto-Spots und die Spendings dahinter.

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Autor: Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann die redaktionelle Begleitung von W&V Data, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Ihre Interessen: Menschen, Marken, Medien - analog wie digital.

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