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Nachhaltiges Bier
Die Brauerei BrewDog ist jetzt CO2-negativ

Die schottische Brauerei will noch mehr für die Umwelt tun: Die beiden Gründer investieren 33 Millionen Euro in grüne Infrastruktur - und pflanzen einen eigenen Wald in den schottischen Highlands.

Text: W&V Redaktion

24. August 2020

Diese kleinen Pflänzchen wollen zu einem großen schottischen Wald werden.
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Die schottische Brauerei BrewDog, die unter anderem auch in Berlin Mariendorf einen Standort hat, ist nach eigenen Angaben ab sofort nicht nur "CO2-neutral", sondern sogar "C02-negativ". Das heißt: Das Unternehmen entfernt viel mehr (genau: doppelt so viel) Kohlenstoff aus der Luft, als es freisetzt. Zudem hat das Unternehmen einige Schritte eingeleitet, die den Kohlenstoffausstoß noch weiter reduzieren sollen.

In den vergangenen Monaten hat BrewDog dafür mit dem Nachhaltigkeits-Experten Mike Berners-Lee und dessen Team zusammengearbeitet. Im Rahmen der Kooperation wurden über 33 Millionen Euro an Investitionen in grüne Infrastrukturprojekte gelenkt.

Mehr grüne Energie

So beziehen jetzt beispielsweise alle Brauereien und Bars ausschließlich grüne Energie, die Brauerei und das Restaurant DogTap in Berlin etwa von Greenpeace Energy. Der Treber, Rückstände aus dem Brauprozess, wird in "grünes" Gas umgesetzt und auch für die eigene Brauerei genutzt. Außerdem  investiert BrewDog stark in die Elektrifizierung der eigenen Fahrzeugflotte.

"Der Wandel, den unsere Welt und Gesellschaft braucht, muss von einer fortschrittlichen Wirtschaft ausgehen. Wir wollen hier eine klare Rolle übernehmen und Farbe bekennen" begründet James Watt, Mitgründer und Captain von BrewDog, das Engagement.

Die BrewDog-Gründer James Watt und Martin Dickie arbeiten am eigenen Wald.

Neben den Investitionen in die grüne Infrastruktur hat BrewDog außerdem eine über 800 Hektar große Fläche in den schottischen Highlands nördlich von Loch Lomond erworben, um sie aufzuforsten. Das Land wird in Partnerschaft mit "Scottish Woodlands" bewirtschaftet.

In den nächsten vier Jahren sollen dort eine Million Bäume gepflanzt werden - das Land wird so zum "BrewDog Forest". Die Anlage des Waldgebietes soll nicht nur die biologische Vielfalt fördern und natürlich gegen Überschwemmungen wirken, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung des ländlichen Raums vorantreiben. Neben der Pflanzung von Laubwäldern und der Wiederherstellung von Torfmooren wird es im BrewDog Forest außerdem einen nachhaltig bewirtschafteten Campingplatz geben.

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Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde

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