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Gegenkampagne
Die Revolte der "echten" #Dorfkinder

Die Kampagne #Dorfkinder von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner feiert die heile Welt auf dem Lande. Das ist Blödsinn, findet Blogger Tim Hartmann und hat einen Gegenentwurf veröffentlicht.

Text: W&V Redaktion

31. Januar 2020

Mit seinem Gegenentwurf zur #Dorfkinder-Kampagne möchte Tim Hartmann auf Probleme aufmerksam machen.
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Tim Hartmann ist selbst in einem kleinen Ort bei Hannover groß geworden und bloggt auf Dorf statt Stadt über das Leben auf dem Land. Er weiß also nur zu gut, wie dort der Hase läuft - und die #Dorfkinder-Kampagne von Julia Klöckner ist in seinen Augen aber nur eines: unrealistisch. "Die Idee, darauf aufmerksam zu machen, war gut, spiegelte nur alles andere als das wahre Leben eines Dorfkindes wider", heißt es auf dem Blog. Damit steht er nicht alleine da - auch in den sozialen Medien hat die Kampagne einen kleinen Shitstorm ausgelöst.

"Eine künstlich versuchte PR-Maßnahme"

Vor allem kritisiert Hartmann, dass die Kampagne die Botschaft vermittelt, dass es keine Probleme geben würde: "Ich habe mir die Worte immer wieder durchgelesen und mein Gefühl hat sich nicht verändert. Die Botschaft ist nicht die, die hätte ausgestrahlt werden sollen. Viel mehr fühlt es sich wie eine künstlich versuchte PR-Maßnahme an, um sich auf die Seite der Dorfkinder zu stellen."

Auf dem Blog zeigt das "echte" Dorfkind jetzt, wie die Kampagne in seinen Augen hätte aussehen sollen - denn das Dorfleben sei nicht immer so einfach und idyllisch wie in der Kampagne vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft assoziiert wird:


Autor: Alessa Kästner

ist Absolventin der Burda Journalistenschule und volontierte beim Playboy. Die gebürtige Münchnerin schrieb für Magazine wie ELLE, Focus oder Freundin und schnupperte im Anschluss noch ein wenig Agenturluft bei Fischer Appelt. Ihre Kernthemen als W&V-Redakteurin: Digital Lifestyle, New Work und Social Media.

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