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Corona-Krise
Doch Hoffnung für den Automobilmarkt

Zweistellige Steigerungen für TV-Werbung: Bei den bisherigen Werbespendings im Pkw-Markt hat man das Gefühl, von längst vergangenen Zeiten zu sprechen. Doch trotz Corona-Krise scheint es Hoffnung zu geben.

Text: W&V Redaktion

27. März 2020

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Dabei beziehen sich die jetzt vorliegenden Zahlen auf einen Zeitraum, der keine zwei Wochen zurückliegt. Noch in der Woche vom 9. bis 15. März 2020 dominierten die Autobauer das Ranking der am stärksten beworbenen Produkte. Unter den Top 30 (allesamt TV-Spots) finden sich allein sieben Spots von Autoherstellern.

Ganz vorne der Renault Captur, für den in dieser einen Woche rund 3,5 Millionen Euro brutto aufgefahren wurden. Das zeigt die aktuelle Analyse unseres Portals W&V Data, in das unter anderem die Erhebungen von Nielsen für die wichtigsten Werbebranchen einfließen.

Neben der wochenweisen Auswertung der 30 werbestärksten Produkte zeigt der Blick in W&V Data auch zu den bisherigen Spendings, dass die Automobilbauer mit großer Zuversicht ins neue Jahr gestartet waren und dabei vor allem TV im Blick hatten.

Renault etwa investierte im Januar und Februar 15,61 Millionen brutto in Fernsehwerbung – 74 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Und bei Nissan stehen die 5,23 Millionen Werbeeuro brutto sogar für eine Steigerung der TV-Spendings um knapp 235 Prozent. Die TV-Spendings im Pkw-Segment insgesamt summierten sich im Januar/Februar laut W&V Data auf knapp 122 Millionen Euro brutto – ein deutliches Plus von 23 Prozent.

Und jetzt? Produktionsstillstand, Werksschließungen, Kurzarbeit – Coronakrise. Auf W&V Data begleiten wir, wie sich der Werbemarkt weiterentwickelt und geben dazu Einblicke in die 30 wichtigsten Branchen hierzulande. Die Nutzer von W&V Data können sich dazu Woche für Woche aktualisiert die neuesten Zahlen ziehen und in den interaktiven Dashboards von W&V Data ihre individuellen Analysen und Vergleiche erstellen.

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Für den Automarkt indes soll es trotz aller noch bis vor kurzem undenkbaren Maßnahmen aufs Gesamtjahr gesehen dann doch nicht allzu düster aussehen. In einem Interview mit AutomotiveIT erklärte Jan Burgard, geschäftsführender Partner bei Berylls Strategy Advisors, diese Woche, die deutschen Hersteller würden durch den Shutdown voraussichtlich in ihren europäischen Werken rund 500.000 Autos weniger produzieren, als noch Anfang Februar prognostiziert. Weltweit gehe er von knapp 1,6 Millionen weniger Autos aus. Doch in Summe würden so nicht einmal zwei Prozent der für 2020 angestrebten 88,3 Millionen Neuwagen wegfallen.

Mit Blick auf die nächste Zukunft rechnet Burgard sogar mit einem Push für die Autobauer. „Autos werden dann wahrscheinlich den öffentlichen Verkehrsmitteln aufgrund der physischen Nähe vorgezogen und der individuelle Besitz eines Fahrzeugs wird wieder eine zwischenzeitliche Renaissance erleben“, so Burgard im AutomotiveIT-Interview. Vor allem Premiumfahrzeuge würden wieder gekauft. Burgard: „Ich rechne damit, dass die Industrie Ende 2020 mit einem blauen Auge davonkommt.“. Eine Entwicklung, die sich dann auch in den Werbeinvestments widerspiegeln wird. (ct)

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Autor: Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann vor allem die Themenumfelder in der Printausgabe von W&V, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Zum Verlag W&V kam Christiane 2001, damals wahrscheinlich noch mit Klapphandy. Seitdem verfolgt sie vor allem, wie Medien und Mediennutzung die Gesellschaft verändern.

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