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Parfümeriekette
Douglas will weitere Filialen schließen

Anscheinend plant die Parfümeriekette Douglas, ihr Filialnetz massiv zu reduzieren. Es kursieren erste Zahlen, jedoch äußert sich das Unternehmen noch nicht offiziell zu den konkreten Plänen.

Text: W&V Redaktion

20. Januar 2021

Anscheinend plant die Parfümeriekette Douglas ihr Filialnetz massiv zu reduzieren.
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Douglas' Schließungspläne werden wohl konkreter. Laut der Lebensmittelzeitung und dem Manager Magazin sollen mehrere hundert Filialen europaweit verschwinden. Das Manager Magazin schreibt, dass mehr als 50 der 430 Filialen in Deutschland dauerhaft geschlossen werden sollen. In Großstädten wie München oder Hamburg gibt es oftmals gleich mehrere Läden im Stadtzentrum, die nicht weit voneinander entfernt liegen. In Europa insgesamt sollen demnach bis zu 500 der knapp 2.400 Standorte wegfallen. Die Lebensmittel Zeitung berichtet, die Schließungswelle könne sogar "mehr als 500 Filialen" betreffen.

Das Unternehmen äußert sich gegenüber W&V aktuell nicht zu den konkreten Zahlen und Plänen. Douglas will "Anfang des Jahres" die finalen Beschlüsse kommunizieren. 

Der Händler hatte im November verkündet, er wolle "zur führenden Premium-Beauty-Plattform Europas" werden. Der Online-Shop soll mit den stationären Läden stärker verknüpft werden. Douglas setzt auch auf digitale Serviceangebote wie "Click & Reserve" oder "Click & Collect".

Douglas-Chefin Tina Müller hatte bereits im vergangenen Sommer betont: "Die Kundennachfrage ändert sich. Es gibt einen Trend weg vom stationären Einkauf zum Online-Shopping. Diesem Strukturwandel müssen wir Rechnung tragen, indem wir das Filialnetz überarbeiten." Die Konzernchefin ließ damals keinen Zweifel daran, dass nicht alle der 2.400 Geschäfte die "Überarbeitung" des Filialnetzes überleben werden. Doch betonte sie: "Deutschland wird tendenziell weniger von Ladenschließungen betroffen sein als Südeuropa." Allein in Frankreich und Italien betreibt das Unternehmen jeweils über rund 500 Filialen.


Autor: Ulrike App

ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.

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