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Jung von Matt
Drive to hell, Brits! - Sixt und der Brexit

Jung von Matt zieht für Sixt den britischen Premierminister Boris Johnson durch den Schmutz. Für Sixt es vermutlich die letzte Brexit-Anzeige. Das hoffen sie jedenfalls.

Text: W&V Redaktion

31. Januar 2020

Sixt macht sich über Boris Johnson lustig.
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"Grandios", sagen die einen. "Ziemlich überheblich" finden die anderen. Jung von Matt nimmt für Sixt mal wieder den Brexit aufs Korn und zieht auch nicht zum ersten Mal Premierminister Boris Johnson durch den Schmutz. Sie nehmen das ganz wörtlich und fragen: "Auch mal Lust, den Karren in den Dreck zu fahren?".

Die Liebe zum Brexit

Die Anzeige erscheint in der Süddeutschen Zeitung und bringt noch mehr Buzz in den sozialen Medien wie Facebook, Twitter etc. Kunde und Agenturen machen damit ganz klar Boris Johnson für den Schlamassel verantwortlich, auch wenn die Angelegenheit in Wahrheit etwas schwieriger sein dürfte. Komplexität aber taugt nicht für den schnellen Gag.

Dreieinhalb Jahre nach dem Referendum verlässt Großbritannien heute, am 31. Januar, die EU - eine Zäsur von historischem Ausmaß. Sixt hatte den Brexit in der Vergangenheit immer wieder mal für Werbemotive genutzt, anfangs eher zurückhaltend, dann voll drauf.

So sah das zum Beispiel 2016 direkt nach dem Referendum aus, in dem sich knapp 52 Prozent der Briten für einen Neuanfang ohne Europäische Union entschieden hatten. Erschien auch auf Facebook:

Brexit, der Anfang

In der Folge aber zog sich die Debatte um den Brexit im Londoner Parlament hin; niemand wollte mehr so recht an ihn glauben. Mal ums Mal scheiterte unter Johnsons Vorgängerin Theresa May die Abstimmung um den ausverhandelten Austrittsvertrag.

So verbreitete Sixt ein Motiv, das sich über das Hin und Her in der Brexit-Frage belustigte. Zu recht: Die Situation war auch zu komisch.

Dann aber gab es Neuwahlen; das Ergebnis ist bekannt. Der Brexit wird der Autovermietung fehlen. Ob sie sich aus dem Markt UK verabschiedet, wie ein Sixt-Follower fordert? Eher nicht.

Dafür bieten die Briten bei den Verhandlungen über das anstehende Freihandelsabkommen mit der EU sicher weiteren Stoff zum Kopfschütteln. Langweilig wird Jung von Matt bestimmt nicht.

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Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.

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