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Bob Dylan
Dylan verkauft alle Songrechte an Universal Music

Seit dem ersten Corona-Lockdown sind die Preise für Songrechte stark gestiegen: Bob Dylan verkauft nun in einem spektakulären Deal alle Rechte an seinen über 600 Liedern komplett an Universal Music.

Text: W&V Redaktion

7. Dezember 2020

Bob Dylans Lieder wurden über 6000 Mal aufgenommen - von unzähligen Künstlern.
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In einem wegweisenden Deal hat Universal Music alle Songrechte des meistgecoverten Sängers der Welt erworben. Spiegel.de zufolge bewegt sich der Preis für Bob Dylans Gesamtwerk im neunstelligen Bereich. Während die Musikindustrie insgesamt stark unter der Pandemie leidet, sind die Preise für Songrechte seit dem ersten Lockdown stark gestiegen.

Im jetzt bekannt gegebenen Deal geht es um die Rechte an über 600 Liedern des 79-jährigen Meisterbarden, die dieser in den vergangenen 60 Jahren veröffentlicht hat: von "Blowin' in the Wind" aus dem Jahr 1962 bis zum dieses Jahr veröffentlichten Epos "Murder Most Foul" über den Kennedy-Mord.

Dylans Lieder wurden über 6000 Mal aufgenommen, von unzähligen Künstlern aus Dutzenden Ländern, Kulturen und Musikrichtungen. Zu den bekanntesten Werken gehören "The Times They Are a-Changin", "Like A Rolling Stone", "Lay Lady Lay", "Forever Young", "Knockin' On Heaven's Door","Tangled Up In Blue", "Gotta Serve Somebody", "Make You Feel My Love" (gecovert in der aktuellen Telekom-Weihnachtskampagne) und das Oscar-prämierte "Things Have Changed".

Dylan erhielt 2016 als erster Songwriter den Literaturnobelpreis: Für seine "poetischen Neuschöpfungen in der großen amerikanischen Songtradition", wie es hieß. Er gilt einer der einflussreichsten Künstler unseres Kulturkreises. Universal-Music-CEO Lucian Grainge: "Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass sein umfangreiches Werk die Liebe und Bewunderung von Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt gewonnen hat. Ich habe keinen Zweifel, dass die Worte und die Musik von Bob Dylan noch Jahrzehnte, ja Jahrhunderte später überall gesungen, gespielt und geschätzt werden."


Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.

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