Anzeige

Sensibilisierungs-Kampagne
Eklat um Mittelfinger: Berliner Senat stoppt Kampagne

In den Zeitungen der Hauptstadt erschien am Dienstag eine Anzeige, in der sich eine waschechte Berlinerin mit klarem Statement an alle Maskenmuffel wendet. Viele werteten das offenbar als Beleidigung.

Text: W&V Redaktion

13. Oktober 2020

Anzeige

Das umstrittene Motiv bildete den Auftakt zur zweiten Phase der sogenannten "Corona-Sensibilisierungs-Kampagne" von Visit Berlin. Entwickelt wurde die Kampagne von der Agentur Römer Wildberger. Die erste Phase bestand aus einer rein typografischen Gastro-Kampagne - mit Headlines wie "Abstand halten. Sonst ist deine Stammkneipe schneller dicht als du". Von Seiten der Agentur heißt es: "Will man die Berliner erreichen, braucht man eben eine besondere Ansprache."

Das Auftaktmotiv für die zweite Phase der Kampagne, in der sich eine waschechte Berlinerin und Angehörige einer Risikogruppe mit klarem Statement an alle Maskenmuffel wendet, war vielen dann aber doch zu viel. Diesen Eindruck gewinnt man jedenfalls auf Twitter, wo sich sogleich ein reger Austausch über das Motiv entwickelte.

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.

Wie W&V aus dem Berliner Markt zu Ohren stieß, wurde die Kampagne inzwischen vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller ganz abgesetzt. Verantwortlich für die Kampagne ist die Marketingorganisation Visit Berlin, die der Senatverwaltung für Wirtschaft untersteht.

Visit Berlin hatte bereits zuletzt wenig Glück mit seinen Kampagnen. Die umstrittene #WirSindEins-Kampagne von Jung von Matt wurde erst vor einer Woche wegen der hohen Corona-Fallzahlen in der Hauptstadt gestoppt. (mw/cob)

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.


Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.

Anzeige