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Sprachsteuerung statt Fernbedienung
Erster Fernseher mit Alexa-Mikrofonen

Für Amazon gehört die Sprachsteuerung zur TV-Zukunft. Nun kommt erstmals ein Smart-TV mit integrierten Mikrofonen für Alexa auf den Markt. Er trägt den Namen einer deutschen Traditionsmarke.

Text: W&V Redaktion

5. September 2019

Hände frei: Grundig OLED Fire TV Edition mit Alexa
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Amazon will die TV-Fernbedienung mehr und mehr durch Sprachbefehle ablösen. Am Rande der Technik-Messe IFA in Berlin wurde nun ein erstes TV-Gerät der Marke Grundig vorgestellt, bei dem die Mikrofone für Amazons Sprachassistentin Alexa direkt integriert sind.

Bei Grundig, das zum türkischen Arçelik-Konzern gehört, habe man sich zwar auch mit der Frage auseinandergesetzt, ob eine Marke schneller austauschbarer wird, wenn die Bedienung eines Fernsehers an Alexa und Amazon abgetreten wird, sagte der zuständige Manager Mario Vogl. "Aber die Geschwindigkeit, die wir uns mit einem globalen digitalen Player holen, war für uns entscheidend."

Grundig setzte die unverbindliche Preisempfehlung für den Alexa-Fernseher mit OLED-Display bei rund 1300 Euro an - für 100 Euro weniger gibt es eine Version ohne die eingebauten Mikrofone. Zugleich hat die Marke auch diverse Hausgeräte im Angebot, in denen Alexa ebenfalls zum Einsatz kommen könnte.

Partnerschaft mit Media Saturn

Ein weiterer neuer TV-Partner für Amazon in Deutschland ist Media Saturn - als Betreiber der Elektronik-Märkte Media-Markt und Saturn eigentlich ein Wettbewerber. Die Media-Saturn-Eigenmarke ok. wird aber Anfang kommenden Jahres einen Fernseher mit integrierter Fire-TV-Plattform auf den Markt bringen.

Fire TV Cube

Amazons eigene Streaming-Box Fire TV Cube mit eingebauten Mikrofonen kommt im Oktober in Deutschland auf den Markt. "Wir glauben, dass der Stimme die Zukunft im Wohnzimmer gehört", sagt Amazon-Manager Marc Whitten.

Amazon wolle die Fernbedienung aber nicht komplett abschaffen - in einigen Situationen werde sie die bessere Lösung sein. Etwa in der Menünavigation: Man könne zwar auch durch Menüs oder Listen mit Kommandos wie "Alexa, weiter nach rechts" kommen - "aber in dieser Situation würde ich empfehlen, nach der Fernbedienung zu greifen".

Neue Gerätekategorie

Mit der Kombination aus seinen vernetzten Echo-Lautsprechern und Alexa hat Amazon eine neue Gerätekategorie etabliert. Inzwischen sind unter anderem auch Google mit seinem Assistant und Apple mit Siri auf Aufholjagd. Der iPhone-Konzern hat schon seit mehr als zehn Jahren die Streaming-Box Apple TV im Angebot und bringt inzwischen seine Inhalte-Plattform auch in TV-Geräte mehrerer großer Hersteller.

Amazon hat angeblich kein Problem damit, wenn die Fire-TV-Funktionalität in Fernsehgeräte wandert und der Konzern damit weniger eigene Streaming-Boxen und -Sticks verkauft, sagt Whitten. "Ich betrachte Fire TV inzwischen mehr als einen Service."

Bedienung per Sprache sei sinnvoll, damit man sich beispielsweise nicht mehr merken müsse, auf welchem Kanal ein Fernsehsender einprogrammiert wurde oder welche Staffel einer Serie bei welchem Streaming-Anbieter verfügbar ist. Fire TV wähle dabei immer die günstigste Option für den Kunden, auch wenn der Inhalt dann nicht von Amazons hauseigener Plattform komme, versicherte Whitten.

(dpa/kri)

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