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EU-Kartellrecht
EU-Kommissarin Vestager erwägt Tranchierung der Geschäftsmodelle von Google, Facebook, Amazon & Co.

Es wird ernst für Google, Facebook, Amazon & Co. Die EU erwägt eine neue Regulierung für mehr Wettbewerb. Das würde die GAFA-Geschäftsmodelle radikal beschneiden.

Text: W&V Redaktion

15. April 2019

Margrethe Vestager
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Margrethe Vestager, Wettbewerbskommissarin der Europäischen Union, plant neue Wettbewerbsregeln, die einen dauerhaften Missbrauch von Marktmacht verhindern. Das berichtet die FAZ in ihrer heutigen Ausgabe.

Die EU müsse über "radikalere Wege" nachdenken, "um zementierte Märkte aufzubrechen und Wettbewerb zu ermöglichen", so Vestager.

Konkret schlägt Europas oberste Wettbewerbshüterin zwei Maßnahmen vor:

  1. Den Plattformbetreibern wird explizit untersagt, eigene Produkte auf ihrer Plattform anzubieten.
  2. Die Plattformbetreiber müssen Dritten Zugang zu ihren Daten gewähren.

"Wir brauchen Zugang zu Daten, um neue Produkte zu ermöglichen", sagt Magrethe Vestager. Es geht also nicht nur um das laufende Geschäft, sondern auch darum, europäischen Unternehmen das Schaffen von Innovationen zu ermöglichen.

Beispiel Google: Würden die Vorschläge von Margrethe Vestager umgesetzt, würde das bedeuten, dass Google nur noch das Suchmaschinengeschäft betreiben dürfte. Produkte wie Reiseportale oder Preisvergleichsdienste wie Google Shopping wären dann tabu, schreibt die FAZ. De facto käme das einer Zerschlagung gleich.

Nach einer breiten Diskussion will Vestager gegen Jahresende konkrete Vorschläge vorlegen.

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