Anzeige

Diversity
Für mehr Vielfalt: Always streicht Venussymbol

Die Damenbindenmarke Always verzichtet künftig auf das Venussymbol auf ihren Verpackungen. Procter & Gamble reagiert damit auf Proteste aus dem transsexuellen und queeren Lager.

Text: W&V Redaktion

23. Oktober 2019

Anzeige

In einem leicht veränderten Design kommt künftig Always, eine Marke für Damenhygieneprodukte, daher: Wie die amerikanische Muttergesellschaft Procter & Gamble (P&G) ankündigte, soll das Venussymbol, das auf einigen Verpackungen abgedruckt ist, in Europa schon bald entfernt werden.

P&G reagiert damit auf wiederholte Beschwerden von Transsexuellen und Genderqueeren, die sich nicht als Frauen identifizieren, aber trotzdem menstruieren. Diese nahmen Anstoß daran, dass sie ein Produkt verwenden sollen, auf dem das Symbol für Weiblichkeit - ein Kreis mit einem Kreuz darauf - aufgedruckt ist. Wer sich wundert, dass er das Venuszeichen womöglich noch nie auf den Packungen gesehen hat: Dieses ist nicht bei allen Always-Produkten und wenn, dann auf den Einzelverpackungen abgedruckt.

"Seit über 35 Jahren setzt sich Always für Mädchen und Frauen ein, und das werden wir auch weiterhin tun", heißt es in einer Erklärung von P&G gegenüber NBC News. "Wir engagieren uns auch für Vielfalt und Integration und sind auf einer kontinuierlichen Reise, um die Bedürfnisse aller unserer Verbraucher zu verstehen." Ab Dezember soll eine neue Verpackung ohne Venussymbol in die Läden gehen, spätestens im Januar/Februar 2020 sollen sie in den verschiedenen Märkten verteilt sein.

Kleine Geste, große Wirkung

Obwohl es sich nur um eine minimale Änderung handelt, hat sie doch heftige Reaktionen aus den unterschiedlichen Lagern hervorgerufen: Während transsexuelle Aktivisten die Geste von P&G begrüßten, gab es dafür Proteste von Rechtsaußen. So haben Rechte und rechtsgesinnte Publikationen diese Änderung dazu genutzt, um Stimmung gegen Transpersonen zu machen. "Die Transgender-Lobby zwingt Bindenproduzent Always dazu, das Venus-Logo von seinen Produkten zu entfernen", hieß es etwa bei der britischen "Daily Mail". Auch so manche Feministin hat sich auf Social Media über das Redesign empört und der Marke vorgehalten, "Frauen auslöschen" zu wollen. Einige riefen sogar zum Boykott unter dem Hashtag #boycottalways.

Anzeige