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DFL intensiviert E-Sport
Fußball-Bundesliga spielt um den E-Meister

Premiere in dieser Saison: Clubs der 1. und 2. Bundesliga treten direkt gegeneinander an und spielen den Deutschen Club-Meister im E-Football aus.

Text: W&V Redaktion

21. September 2018

Kann als virtueller Neuling gleich mal um den E-Meister spielen: Bundesligist Werder Bremen.
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Erst kürzlich hat DFL-Chef Christian Seifert verlauten lassen, dass die Bundesliga das Thema E-Sport ernst nimmt und ausbauen will. Jetzt lässt der Dachverband den Worten Aktivitäten folgen: Die DFL richtet einen neuen E-Sport-Wettbewerb für Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga ein. "Ziel der DFL ist es, weiterhin eine Vorreiterrolle im Bereich E-Sport und insbesondere in der Kategorie E-Football einzunehmen und so auch weltweit Fans für die Bundesliga und 2. Bundesliga zu gewinnen", teilen die Frankfurter mit.

In dieser Saison sollen die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga erstmals die Möglichkeit erhalten, direkt gegeneinander anzutreten und den Deutschen Club-Meister im E-Football auszuspielen. Die Umsetzung dieses Formats sei gemeinsam mit der Firma Electronic Arts geplant, dem Anbieter des Spiels EA Sports Fifa, heißt es in der DFL-Mitteilung weiter, die auf die "positive Gesamtentwicklung im Bereich E-Sport der vergangenen Jahre" hinweist.

Bislang treten E-Sportler für elf Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga zu Wettbewerben an, darunter neuerdings auch das virtuelle Pendant von Werder Bremen. Bereits im Jahr 2012 hatte die DFL mit der TAG Heuer Virtuelle Bundesliga (VBL) als erste professionelle Fußballliga überhaupt einen E-Football-Wettbewerb ins Leben gerufen, der einzige direkt in EA Sports Fifa integrierte Wettbewerb einer Profiliga. Seit der Einführung habe die VBL eine stetig steigende Popularität mit zuletzt mehr als 150.000 Teilnehmern, so die DFL.

Warum die DFL E-Football ausbaut

DFL-Geschäftsführer Seifert betont: "Nicht nur bei jungen Menschen hat E-Sport eine hohe Popularität, er gehört beinahe schon zur Alltagskultur – in Deutschland und weit darüber hinaus. Vor diesem Hintergrund ist es eine richtige Entscheidung, dass Clubs und DFL ihr Engagement in diesem Bereich weiter ausbauen. Es geht darum, die Zukunft zu gestalten und dabei auf Veränderungen bei Medien-Nutzung sowie Freizeitverhalten in Zeiten der Digitalität einzugehen."

E-Sport versteht sich als eigene Sportart, wird aber in Deutschland (noch) nicht offiziell so anerkannt. Zielgruppe sind vor allem junge männliche Nutzer, die den digitalen Events auf Online-Plattformen, live in Stadien oder inzwischen auch im linearen TV beiwohnen. Laut einer Studie von Deloitte aus dem Vorjahr ist die Bekanntheit von E-Sport bei Männern doppelt so hoch wie bei Frauen.

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