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Foodwatch
Goldener Windbeutel geht an Hochland

Die Verbraucherorganisation Foodwatch zeichnet die Marke Hochland mit dem Negativ-Preis "Goldener Windbeutel" aus. Der Vorwurf: Der in der Werbung verwendete Begriff "Freilaufkühe" sei irreführend. 

Text: W&V Redaktion

8. September 2020

Foodwatch zeichnet die Marke Hochland mit dem Negativ-Preis "Goldener Windbeutel" aus.
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Lebensmittelkonzerne sind kein Fans des "Goldenen Windbeutels", initiiert von Foodwach. Dementsprechend nimmt die Marke Hochland den Negativpreis nicht an, wie das Unternehmen in einer E-Mail an die Organisation schreibt.

43,5 Prozent der mehr als 65.000 Verbraucherinnen und Verbraucher entschieden sich bei der Wahl für das Produkt "Grünländer Käse". Foodwatch spricht von "der dreistesten Werbelüge des Jahres". Der Streitpunkt: Hochland verspricht den Konsumenten, der Käse enthalte "Milch von Freilaufkühen". Laut Foodwatch stehen die Tiere jedoch im Stall. 

"Für unsere Marke verwenden wir ausschließlich Milch von Kühen, die sich 365 Tage im Jahr frei im Stall bewegen können", so Hochland in einer Stellungnahme. Das Unternehmen verweist zudem auf die Erklärung auf der Verpackungsrückseite. "Dies zeigen wir deutlich erkennbar auch in der begleitenden TV-Kampagne", so Hochland weiter. 

Foodwatch hat laut eigener Aussage, den Hersteller des "Grünländer Käse" bei der zuständigen bayrischen Lebensmittelbehörde angezeigt, die bei irreführender Vermarktung eingreifen muss. Die Organisation droht zudem mit einer Klage gegen die Behörde, sollte dieser Schritt ausbleiben.

Foodwatch verweist außerdem auf eine repräsentative Umfrage von Kantar. Demnach gingen 78 Prozent der Befragten davon aus, dass mit dem Begriff "Freilaufkühe" Tiere gemeint sind, die in irgendeiner Form Weidezugang haben müssen. 

Neben dem "Grünländer Käse" waren vier weitere Produkte für den "Goldenen Windbeutel" nominiert


Autor: Ulrike App

ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.

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