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Negativpreis
Goldener Windbeutel geht an Zwergenwiese

Dass Zucker nicht gerade gesund ist, das weiß jedes Kind. Dennoch hat Bio-Hersteller Zwergenwiese seine Tomatensauce für Kinder mit ordentlich Zucker angereichert - und erntet dafür die Buhrufe der Verbraucher.

Text: W&V Redaktion

3. Dezember 2019

Halten nicht, was sie versprechen: Diese Produkte wurden von Foodwatch abgestraft.
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Werbung kann auf gute Produktvorteile hinweisen, doch lügen darf sie nicht. So hat das der Bio-Hersteller Zwergenwiese gemacht und sich dafür den Goldenen Windbeutel 2019 eingeheimst. Der Negativpreis wird jährlich seit 2009 vom gemeinnützigen Verein Foodwatch verliehen. 

Dass seine "Kinder-Tomatensauce" doppelt so viel Zucker wie die Erwachsenen-Version enthält, hielten 53 Prozent der 70000 Verbraucher für die dreisteste Werbelüge des Jahres. In der Geschichte des Windbeutels, der zweifelhafte Qualitätsversprechen entlarvt, war das bisher das eindeutigste Abstimmungsergebnis.

Schließlich empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass Saucen für Kinder gar keinen zugesetzten Zucker enthalten sollten. Dazu zählen auch Zucker aus Fruchtsaftkonzentraten. Zwergenwiese hatte sein Produkt nach der Nominierung damit verteidigt, dass "kein zugesetzter Kristallzucker", sondern Apfeldicksaft enthalten sei. Das lässt die WHO nicht gelten.

Neben der Kinder-Tomatensauce waren vier weitere Produkte für den Goldenen Windbeutel 2019 nominiert. Fast 70.000 gültige Stimmen gingen im Wahlzeitraum seit dem 5. November ein.

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