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Social Campaign
Gronkh, Schweiger, Mühe bekennen "Entwicklung wirkt"

Für diese Kampagne haben sich nicht nur Prominente verschiedener Couleur zusammengetan, sondern auch Hilfsorganisationen. Die Klammer ist der Glaube an die positive Wirkung von Entwicklungsprojekten. 

Text: W&V Redaktion

18. Oktober 2019

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Der Schauspieler Til Schweiger (55) und zehn weitere Prominente unterstützen die neue Kampagne "Entwicklung wirkt!". Sie richtet sich an junge Leute und soll zeigen, was deutsche Hilfsorganisationen weltweit leisten. "Wir leben auf der Sonnenseite", sagte Schweiger in Berlin. Er stimmte damit den Worten von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) zu. Schweiger meinte, in Deutschland gebe es viele Leute, die jammerten. "Wir leben im Speckgürtel, wie eine Made", sagte Schweiger mit Blick auf arme Länder.

Er rief dazu auf, sich zu engagieren. Jeder, der helfe, werde dadurch erfahren, dass sein Leben lebenswerter und glücklicher werde. Er rät zum Selbstversuch: "Geht mal nicht an dem Obdachlosen vorbei, sondern gebt ihm mal fünf Euro." Dann werde man sehen, wie der sich freue und es werde einem selbst dann besser gehen.

In dem Kampagne-Spot macht Schweiger mit dem Satz "Ich bin frisch verliebt in..." auf die Arbeit der German Doctors in Kenia aufmerksam. Das sind deutsche Ärzte, die in ihrem Urlaub ehrenamtlich helfen. Beteiligt sind auch die Hilfsorganisationen Brot für die Welt, die Christoffel-Blindenmission, die Kindernothilfe und Misereor.

"Wir wollen zeigen, dass unser internationales Engagement etwas bringt. Die Hilfsprogramme und Projekte, die von uns unterstützt werden, verbessern die Lebensbedingungen an vielen Orten auf der ganzen Welt und sichern somit Wachstum und Frieden für alle Menschen, auch für uns. Jeder Euro an Spenden und Steuergeldern ist gut investiert", sagt Harald Kischlat, Vorstand der German Doctors und Koordinator der Initiative "Entwicklung wirkt".

Dazu betonte Minister Müller die Fortschritte: 1990 hätten 36 Prozent der Weltbevölkerung in Armut gelebt, heute seien es zehn Prozent. "Entwicklung wirkt und ist wichtig." Bei der Verteilung der Gelder gilt laut Müller das Prinzip: "Kein Euro in korrupte Kanäle".

Neben Schweiger machen etwa die Schauspieler Jan Josef Liefers und Anna Maria Mühe, ProSieben-Moderatorin Rebecca Mir, die Musiker Max Mutzke und Peter Maffay sowie die YouTube-Stars Julia Beautx und Erik "Gronkh" Range mit. Die Prominenten hätten kein Honorar dafür erhalten, hieß es. Zum Hintergrund der Kampagne hieß es, die Mehrheit der Deutschen finde Entwicklungszusammenarbeit wichtig, zweifele aber am Erfolg vieler Projekte. Das ist einer der Gründe, warum die Anzahl der Spenderinnen und Spender in den vergangenen Jahren in Deutschland zurückgegangen ist.

An der Initiative war Lutz Meyer & Company (Strategie, Content, Steuerung, Koordination, Medienarbeit) beteiligt sowie die Berliner Agentur Glück (Umsetzung in digitalen Medien) und die Firma Kobalt Productions (Filmproduktion) beteiligt. Das Budget liegt bei zwei Millionen Euro. Der Auftritt ist von Mitte Oktober bis Ende Januar geplant, in diesem Zeitraum erscheinen diverse Artikel und Interviews mit den UnterstützerInnen in Print-, Online- und Rundfunkmedien.

Gronkh:

Til Schweiger:

Rebecca Mir:

dpa

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