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Kreation des Tages
Häagen-Dazs erfindet das trojanische Eis

Köstliche Eiskrem findet schnell Fans. Manche von ihnen stehlen das gute Produkt sogar, selbst von ihren Liebsten. Häagen-Dazs versteckt seine Eisbecher deshalb künftig in hässlichen Erbsenpackungen.

Text: W&V Redaktion

16. Oktober 2020

Köstliche Eiskrem? Es kommt eben auf die inneren Werte an.
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Häagen-Dazs ist die Eiskrem unter den Eiskrems. Klar, wir sollen hier keine Werbung machen. Aber wer Häagen-Dazs kennt...

Gelegenheit macht Diebe

Das Problem ist natürlich, dass einem die Leute das gute Produkt neiden. Und gerade die Lieben, mit denen wir unser Leben teilen, wissen nur zu gut, wie sie sich nachts auf Zehenspitzen am besten in die Küche schleichen und unbemerkt das Häagen-Dazs aus dem Gefrierfach holen, um sich daran zu vergreifen. Eine von Häagen-Dazs in Auftrag gegebene Studie hat kürzlich festgestellt, dass in Australien 41 Prozent der Kundschaft ihre Leckereien verstecken, damit sie nicht von Familienmitgliedern oder WG-Bewohner*Innen gefunden werden. Das schreibt LBB Online.

Häagen-Dazs hat darauf mit einer smarten Marketing-Aktion reagiert. Ihre Agentur Thinkerbell steckt das wertvolle Gut einfach in eine unauffällige, um nicht zu sagen abscheuliche Verpackung für junges Gemüse. Projektname: "Trojanische Erbsen". Da greift garantiert niemand zu.

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"Inspiriert von der legendären Geschichte um das Trojanische Pferd und von langweiligen Beuteln mit tiefgefrorenen Erbsen haben wir die Packung speziell mit hässlichen Farben und stumpfem Branding gestaltet, um sicherzustellen, dass kein Kind, kein Lebenspartner, kein Mitbewohner da jemals hineinschauen möchte", sagt Ben Couzens, Kreativchef von Thinkerbell.

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Earned Media

Der Ansatz funktioniert: In Australien diskutieren die Menschen bereits breit im Radio und in den sozialen Medien über die Kampagne. Häagen-Dazs hat sich noch dazu mit der australischen Promi Em Rusciano zusammengetan, um für die Aktion zu werben. Hier ihr Instagram-Post:

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Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine.

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