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Shitstorm
Hanuta-Fans geschockt wegen neuer Verpackung

Nach dem Sommer startet Ferrero mit neuem Hanuta-Logo und neuer Verpackung. Für die muss sich der Süßwarenkonzern nun scharfe Kritik anhören - weil mehr Müll anfällt.

Text: W&V Redaktion

25. Oktober 2018

Ferrero bezeichnet die neue Hanuta-Verpackung als "Knusperpack".
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Während Supermärkte versuchen, auf Plastikverpackungen zu verzichten, wird es bei Ferrero eher mehr Plastik als weniger. Bereits im August kamen neue Hanuta-Packungen in die Regale. Bei den Zweierpacks sind nun die Schnitten nochmals einzeln in Plastik gehüllt. Erste kritische Stimmen meldeten sich direkt nach dem Verkaufsstart, doch in den vergangenen Tagen nahmen die Proteste so richtig Fahrt auf, vielleicht auch weil das EU-Parlament gerade schärfere Regeln zum Umgang mit Plastik beschlossen hat. 

Es ist vor allem der mangelnde Respekt vor der Umwelt, der die Verbraucher stört, aber sie sehen dadurch auch das Markenerlebnis empfindlich gestört: "Aber ihr nehmt euch selbst das Alleinstellungsmerkmal und den Wiedererkennungswert den ihr durch die einzigartige Verpackung hattet", kommentiert eine Facebook-Userin. "Ein Stück eigener Kindheit" gehe damit verloren.

Weitere kritische Stimmen:

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Positive Kommentare sind die Ausnahme:

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Der italienische Süßwarenkonzern bügelt die Kritik ab und verweist darauf, dass Hanuta nun länger frisch bleibt und auf Reisen gut zu transportieren ist.

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Gleichzeitig mit der neuen Verpackung hat Hanuta auch ein neues Logo bekommen. Das "H" ist nun schwarz, die restlichen Buchstaben sind rot  - ähnlich wie die Farbgebung bei Nutella. "Offenbar erhofft man sich bei Ferrero auf diese Weise einen Image-Transfer. Während die Marken Kinder und insbesondere Nutella weltweit eine hohen Bekanntheitsgrad genießen, ist das Süßwarenprodukt Hanuta in deutlich weniger Märkten vertreten", schreibt Designer Achim Schaffrinna.

Der Spagat zwischen Umweltschutz und Convenience ist schwer zu schaffen, sagt Verpackungsexperte Micha Goes von der Münchner Agentur Pacoon im W&V-Gespräch. "Da der Ressourcenaufwand bei der Produktion des Produkts aber um ein vielfaches höher ist als bei der Verpackung, muss ein übergeordnetes Ziel die Vermeidung von 'Foodwaste' sein. Kleinere Verpackungen, zum Beispiel für Senioren oder Single-Haushalte können daher durchaus sinnvoll sein. Bei der Süßigkeit geht es aber sicher eher um Convenience. Somit kann nur versucht werden, ein gut zu recycelndes Verpackungsmaterial zu wählen und somit die Verpackung kreislauffähig zu machen." Dafür würde der Kunde sogar mehr zahlen, sagen Marktforschungsstudien. "In jedem Fall stellt eine nachhaltige Verpackung für Verbraucher einen relevanten Mehrwert dar, der der Marke zugute geschrieben wird."

Der neue TV-Spot für Hanuta:

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Innovative Verpackungsideen und Trends der Branche sind auch Thema beim 2. Packaging Summit am 3. und 4. April 2019 in München, zu dem W&V und Neue Verpackung einladen. Mehr zum Programm und den Referenten gibt es unter www.packagingsummit.de. Anmeldungen mit Frühbucherrabatt sind bereits möglich.

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