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"Wir sind empört"
Haribo wehrt sich gegen den Bericht "Böse Bärchen"

In seiner neuen Ausgabe veröffentlicht das Manager Magazin eine Geschichte über Haribo. Die will der Gummibärchenhersteller nicht auf sich sitzen lassen.

Text: W&V Redaktion

25. Januar 2019

Haribo vom Manager Magazin an den Pranger gestellt? Das kommt der Gummibärenmarke nicht in die Tüte!
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Der Artikel "Böse Bärchen" im Manager Magazin enthalte "unwahre Behauptungen, unberechtigte Vorwürfe und Darstellungen, die unvollständig sind", schreibt Haribo in einer am Freitag veröffentlichten Unternehmensmitteilung. "Damit wird ein völlig verzerrtes Bild der Haribo-Unternehmensgruppe und einzelner Unternehmensvertreter gezeichnet", heißt es weiter.

Haribo moniert, dass sich der Artikel auf eine einseitige Darstellung von Eric Hahn vom ehemaligen Haribo-Distributeur Aquarius in Südkorea stütze mit dem das Unternehmen in einem Rechtsstreit über nicht bezahlte Rechnungen für von Haribo gelieferte Ware stehe.

"Die Vorwürfe in dem Artikel sind haltlos und im Zusammenhang mit dem Rechtsstreit zu bewerten. Wir betonen an dieser Stelle ausdrücklich, dass wir uns stets an geltende Regulierungen und Vorschriften halten und diesbezüglich im engen Austausch mit Behörden stehen. Dabei ist Transparenz für die Verbraucher für uns wesentlich", so Haribo.

Haribo geht auf einzelne Vorwürfe ein

Der Artikel nimmt außerdem Bezug auf Steuerangelegenheiten und angebliche Briefkastenfirmen in Asien. "Das Manager Magazin stellt in den Raum, Haribo habe über sein Tochterunternehmen Haribo Asia Pacific 'den Fiskus geprellt' oder 'prellen' wollen. Wir sind empört über diesen Vorwurf und weisen ihn entschieden zurück", heißt es von Haribo.

Auf drei Seiten legt der Süßwarenkonzern dar, was seiner Meinung nach in dem Artikel alles nicht stimmt. So sei es auch falsch, dass Haribo beabsichtigt habe, falsch etikettierte Produkte zu verkaufen, um gesetzliche Regelungen zu umgehen. "Haribo legt bei allen Produkten weltweit größten Wert auf die Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben zu den in Verkehr gebrachten Produkten, insbesondere auf eine vollständige und korrekte Produktkennzeichnung."

Unabhängig davon, wer Recht behält, läuft es derzeit nicht rund bei Haribo: Seit Jahren baut das Unternehmen sein Management um und kommt nicht zur Ruhe. Die neue Werbekampagne, die auf Testimonials verzichtet, geriet ebenfalls in die Kritik

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