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Online-Geschäft und Citylagen
Ikea baut um

Mehr Shoppen via Ikea.com, mehr Häuser aus der Reihe City-Ikea: Das Möbelhaus auf der grünen Wiese wird zum Auslaufmodell. 

Text: W&V Redaktion

21. November 2018

Ingka-Chef Jesper Brodin muss die Marke Ikea den neuen Einkaufsgewohnheiten anpassen.
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Mit den gewohnten Ikea-Möbelhäusern wächst der Konzern kaum noch. Nun baut der schwedische Mutterkonzern Ingka das Unternehmen um.

Neben dem Ausbau der Online- und Service-Angebote sollen neue innerstädtische Einrichtungshausformate aufgebaut werden, wie das Unternehmen am Mittwoch ankündigt.

Die Schweden wollen bis Ende 2020 global bis zu 11.500 neue Arbeitsplätze schaffen. Im Gegenzug könnten 7500 der 160.000 bestehenden Jobs bei Ikea wegfallen, vor allem in den globalen Funktionen und in den 30 Landeszentralen. Unterm Strich würden so rund 4000 neue Jobs hinzukommen.

So sieht der Plan aus

"Wir stellen fest, dass die Einzelhandelslandschaft sich in einem nie da gewesenen Ausmaß und Tempo verändert", erklärt Ingka-Chef Jesper Brodin in einer Mitteilung. Das Möbelhaus auf der grünen Wiese wird damit trotz konstanter Besucherzahlen offenbar zum Auslaufmodell. Seit Jahren wächst bei Ikea Deutschland der Online-Umsatz schneller als der im stationären Handel.

Kunden sollen auch über kleinere Service- und Bestellcenter erreicht werden. "In den kommenden drei Jahren werden wir durch neue Einrichtungshausformate, innerstädtische Präsenzen und ein optimiertes digitales Angebot für unsere Kunden noch zugänglicher und das Einkaufen noch bequemer", erklärt Ikea-Privatkunden-Manager Tolga Öncü.

Auf dem deutschen Markt ist Ikea im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 (30. August) noch um 2,8 Prozent auf einen Umsatz von 5 Milliarden Euro gewachsen. Global beträgt das Erlöswachstum währungsbereinigt 4,7 Prozent auf 34,8 Milliarden Euro.

W&V Online/dpa

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