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Studie
Influencer: Authentizität als höchstes Gut

Influencer aufgepasst: Wenn Ihr zu viel Werbung für Unternehmen macht, verliert Ihr Eure Follower. Und Eure Glaubwürdigkeit. So bestätigt es die Studie "Influencer Marketing Survey" von Rakuten.

Text: W&V Redaktion

23. Mai 2019

Bei Mode-Themen spielen Influencer eine große Rolle.
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Influencer liegen weiterhin im Trend. Laut der Studie suchen 67 Prozent der Befragten mindestens einmal am Tag einen Super-User auf. Das hat die weltweit durchgeführte 2019 Influencer Marketing Survey von Rakuten herausgefundenDie unter 29-Jährigen haben danach noch mehr Lust auf die Influencer: 42 Prozent sind mehrmals pro Tag mit ihnen in Kontakt. 

Das treibt die Verkäufe. 79 Prozent der deutschen Verbraucher, die einem Influencer folgen, haben sich bereits zum Kauf eines Produkts entschieden, nachdem sie einen Link dieses Influencers angeklickt hatten. Bei 39 Prozent betrug der Wert des gekauften Produkts bis zu 100 Euro, bei weiteren 29 Prozent sogar bis zu 500 Euro. Das zeigt wieviel Einfluss den Influencern innerhalb der Customer Journey zukommt. Kein Wunder also, wenn Unternehmen sich der Web-Starlets gerne bedienen, um ihre Produkte zu promoten.

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Influencer genießen großes Vertrauen

Doch dabei ist Vorsicht geboten: Laut Studie schätzen es 37 Prozent der Verbraucher in Deutschland, wenn ein Influencer offen und aufrichtig damit umgeht, wenn er ein gesponsertes Produkt vorstellt. 17 Prozent sagen, dass sie sich von einer Markenpartnerschaft weder in ihrem Vertrauen zum Influencer noch zu seiner Produktkritik beeinflussen lassen. Wenn sie wissen, dass ein Influencer für seine Besprechung bezahlt wurde, misstrauen 37 Prozent der Produktkritik - doch dem Vertrauen zum Idol tut es dagegen keinen Abbruch. Insgesamt vertrauen 91 Prozent den Influencern, denen sie folgen. 

Eine große Rolle kommt den Influencern beim Entdecken von Produkten zu. 65 Prozent der Follower entdecken durch sie jede Woche neue Produkte oder Marken. Wenn die Follower sich für eins der vorgestellten Produkte interessieren, gibt es zwei Varianten: So klicken 52 Prozent auf einen gesponserten Link im Influencer-Content, um mehr über das Produkt zu erfahren, die anderen 48 Prozent machen das auf eigene Faust. Wird es ihnen zu viel Produktempfehlung seitens des Wenn Influencer allerdings zu viel werblichen Content veröffentlichen, ziehen 32 Prozent der Follower die Reißleine - und kündigen ihre Followerschaft. Anthony Capano, Managing Director EMEA bei Rakuten Marketing, rät Influencern daher, authentisch zu sein. "Influencer sollten vor allem Produkte bewerben, die zu ihrer eigenen "Marke" passen, da sie sonst Gefahr laufen, ihr Publikum zu verlieren." Marken wiederum sollten die Partnerschaft mit Influencern, die sich an ihren Werten orientieren, in den Vordergrund stellen. 

Mode-Themen kommen am besten an 

Am liebsten folgen die User ihren Influencern übrigens auf Instagram. Auf dem Bilder-Portal gucken sich 69 Prozent nach ihrem Idol um, das sind zwei Prozentpunkte mehr als bei YouTube. Facebook steht mit 51 Prozent an dritter Stelle. Twitter (25 Prozent) und Snapchat (22 Prozent) spielen hingegen eine untergeordnete Rolle. Wenn es um die Themen geht, folgen die Deutschen gerne Vorbildern, die sich mit dem Thema Mode (42 Prozent) beschäftigen. Dahinter folgen die Themen Gaming mit 40 Prozent, Beauty mit 37 Prozent und Prominente mit 32 Prozent.

Abseits der großen Influencer kommen immer mehr auch die sogenannten Micro-Influencer ins Spiel. Der Studie zufolge sind Marketer bereit, einen Betrag von bis zu 32.000 Euro für eine Kampagne in die Hand zu nehmen. Der Vorteil der Influencer mit der kleineren Followerschar: Sie und ihr Publikum sind in der Regel stärker engagiert - ein Potenzial, das sich ausschöpfen lässt. Und nicht zuletzt auch der Glaubwürdigkeit nutzt.

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