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Influencer Marketing
Influencer Marketing trotzt der Coronakrise

Längst ist Influencer-Marketing mehr als nur eine Randerscheinung im Marketing-Mix. Das zeigen zwei Studien, die untersucht haben, wie der Einfluss von Influencern steigt und wie sich Budgets entwickeln.

Text: W&V Redaktion

30. September 2020

Influencer müssen mehr vorweisen als nur schöne Bilder - zumindest, wenn sie erfolgreich sein wollen.
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Influencer Marketing wird immer massentauglicher und die Zielgruppen, die den Influencern ihren Glauben und ihr Vertrauen schenken, werden immer zahlreicher. Aus diesem Grund erweitern Marketer ihre Werbebudgets immer stärker in Richtung Influencer. Laut einer Studie der weltweit tätigen Influencer-Marketing-Agentur Takumi wenden 73 Prozent der befragten Marketingverantwortlichen einen größeren Anteil ihrer Ressourcen für Influencer Marketing auf als noch im vergangenen Jahr.

In den nächsten 12 Monaten erwägen 58 Prozent der Marketer eine Zusammenarbeit mit Influencern*innen bei Youtube, gefolgt von 55 Prozent bei Instagram. Über Tiktok denken immerhin 35 Prozent nach. Währenddessen bleibt Youtube für die Verbraucher*innen der am häufigsten genutzte Kanal zur Kontaktaufnahme mit Influencern*innen (47 Prozent), gefolgt von Instagram (37 Prozent), Pinterest (17 Prozent), Snapchat (15 Prozent), Tiktok (14 Prozent), Twitch (8 Prozent) und Triller (2 Prozent).

Influencer erobern die klassischen Medien

Das steigende Vertrauen der Markenverantwortlichen führt auch dazu, dass immer mehr von ihnen über den Einsatz von Influencern außerhalb von Social Media nachdenken. 20 Prozent der deutschen Marketer wären offen für die Einbeziehung von Influencern*innen in die Fernsehwerbung. 18 Prozent würden sie auch in Print- oder Plakatwerbung einbeziehen.

Warum Influencer im Marketing eine immer wichtigere Rolle spielen, erklären die Zahlen zur Glaubwürdigkeit: 30 Prozent der Verbraucher*innen stimmen zu, dass Marken, die zur Kommunikation Influencer*innen einsetzen, überzeugender sind. 26 Prozent der deutschen Verbraucher*innen identifizieren sich mit Inhalten der Influencer*innen für ihr reales Leben mehr als mit Werbeinhalten der Marken. 

Thematisch ist es immer mehr Usern wichtig, dass Influencer auch Stellung beziehen und sich engagieren. Themen wie Nachhaltigkeit und Diversity spielen hierbei eine immer bedeutendere Rolle. Auch eine Webedia-Studie kommt zu dem Schluss, dass es immer wichtiger wird, dass Influencer mit ihren Themen ernsthafter werden und verstärkt Stellung beziehen. Zum einen, weil sich der Tenor in der Gesellschaft seit der Krise verändert hat. Zum anderen aber auch, weil seriöse Themen die Glaubwürdigkeit bei den Konsumenten unterstreichen.

Instagram wächst deutlich - woanders mehr als in Deutschland

Weltweit zeigt sich anhand von Instagram, wie sehr das Thema Influener Marketing wächst. Trotz reduzierter Werbebudgets im Corona-Jahr wurden in allen Ländern die Budgets ausgeweitet, wie eine Webedia-Studie zeigt. Polen verzeichnet ein Plus von 21,2 Prozent mehr Instagram-Spendings, gefolgt von den USA mit 4,8 Prozent Wachstum. UK investierte 2,9 Prozent mehr, Spanien 1,1 Prozent, Frankreich 0,8 Prozent und Deutschland immerhin noch 0,4 Prozent mehr.


Autor: Lena Herrmann

schreibt als Redakteurin für das Marketingressort der W&V unter anderem über Sportmarken und Reisethemen. Beides beschäftigt sie auch in ihrer Freizeit. Dann besteigt sie Berge, fährt mit dem Wohnmobil durch Neuseeland und Kanada, wandert durch Weinregionen oder sucht nach der perfekten Kletterlinie.

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