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Verhaltensrichtlinien
Influencer-Verband veröffentlicht Ethik-Kodex

Ein neuer Ethikkodex soll als Handlungsorientierung für ethisch angemessenes Verhalten im Influencermarketing dienen - für Influencer, Unternehmen und Agenturen.

Text: W&V Redaktion

18. Dezember 2019

Wie sich alle Beteiligten im Influencermarketing angemessen verhalten.
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Fake-Follower, sich heimlich nach Paris photoshoppen, das Streuen von Gerüchten: Im Influencermarketing gibt es noch einiges, was ethisch nicht so ganz geklärt ist. Lange wird schon darüber diskutiert, dass Richtlinien, an die sich Influencer halten sollen, dringend gebraucht werden. Ein neuer Ethikkodex vom Bundesverband Influencer Marketing und der Universität Leipzig soll das ändern.

Zehn Richtlinien sollen Influencern, Unternehmen, Non-Profit-Organisationen und Agenturen als Handlungsorientierung für "ethisch angemessenes Verhalten" dienen. Die Handlungsempfehlungen entstanden auf Basis der Analyse bestehender Kodizes in den Feldern Werbung, PR, Journalismus und Online-Kommunikation sowie auf Grundlage einer Studie zu den aktuellen ethischen Problemfeldern und Erwartungen in der Branche und stehen öffentlich zum Download bereit.

Die einzelnen Themen, die sich auf die zehn Ziele

Eigenständigkeit, Transparenz, Aufrichtigkeit, Wahrheit, Fürsorge, Professionalität, Wertschätzung, Respekt, Loyalität und Verantwortung

beziehen, sind angereichert mit ausführlichen Empfehlungen, wie sich Influencer und Influencerinnen verhalten sollen. Dabei geht es etwa um Höflichkeit, die Fürsorge von Schutzbedürftigen, die Kenntlichmachung von Quellen. Alles Dinge, die auf den ersten Blick selbstverständlich erscheinen, es aber offenbar nicht sind.

"Für den Bundesverband Influencer Marketing bedeutet dies, einen Standard für ein verantwortungsvolles Tun und Handeln innerhalb der Influencer Marketing-Branche anbieten und etablieren zu können und gleichzeitig die Professionalisierung des eigenen Feldes voranzutreiben", sagt Stefan Doktorowski, Vorsitzender des Bundesverbandes.

Auch für Unternehmen und Agenturen gibt der Kodex Handlungsempfehlungen. Etwa, dass Firmen Influencern, mit denen sie kooperieren, die Möglichkeit lassen sollen, ihre Meinungen und Erfahrungen frei zu äußern - auch im Falle von immateriellen oder materiellen Gegenleistungen, oder Agenturen Influencer nicht mit ungefragten Produktproben überschütten.

"Die Richtlinien gehen deutlich über bestehende rechtliche Regelungen hinaus. Dennoch liegt es in der Verantwortung der Branchenteilnehmer, sich über die bestehende Rechtsgrundlage zu informieren und auch diese einzuhalten", so Nils Borchers von der Universität Leipzig.

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