Anzeige

Einzelhandel
Instagram-Präsenz als Faktor des Erfolges

Gerade für kleinere und spezialisierte Unternehmen wie den Berliner Modeshop Loveco kann die Facebook-Tochter Instagram inzwischen ein wichtiger Baustein der Verkaufsstrategie sein. 

Text: W&V Redaktion

16. Oktober 2020

Die Loveco-Präsenz auf Instagram. Motto: Guter Style und gutes Gewissen.
Anzeige

Als Instagram vor ziemlich genau zehn Jahren das Licht der digitalen Welt erblickte, war es ein kleine Plattform für hübsche Bildchen. In der Zwischenzeit ist das Angebot des Dienstes, der seit einigen Jahren zu Facebook gehört, in Sachen Features und Nutzerzahlen regelrecht explodiert. Dem Vernehmen nach soll Instagram in Deutschland bei den Nutzern pro Monat inzwischen sogar die Konzernmutter Facebook übertreffen. Offizielle Zahlen gibt es dazu allerdings nicht.

Der Erfolg hat natürlich nicht zuletzt damit zu tun, dass aus dem einstigen Dienst für bunte Bilder inzwischen auch eine veritable Business-Plattform geworden ist. Gerade in diesem Bereich wurden in den vergangenen Monaten regelmäßig neue Features veröffentlicht. Funktionen, die gerade für kleinere Unternehmen neue Möglichkeiten eröffnen.

Loveco aus Berlin ist ein solches Unternehmen. Bereits beim Crowdfunding zur Gründung vor sechs Jahren kam Instagram zum Einsatz. Damals aber noch "kaum strategisch", wie Lina Zuppke rückblickend sagt. Sie ist bei dem auf ökologisch-nachhaltige, fair gehandelte und vegane Mode spezialisierten Unternehmen für das Marketing und den Online-Shop zuständig. Seit 2016 betreibt Loveco neben inzwischen drei stationären Läden auch einen eigenen Online-Shop. Die Präsenz auf Instagram sei für den Erfolg des Konzeptes unbedingt notwendig, sagt Lina Zuppke. Die Plattform sei gerade für Mode gut geeignet, da hier natürlich die Optik eine entscheidende Rolle spiele. Zur Strategie von Loveco gehört dabei, mit selbst produzierten Foto-Shootings auch ein eigenes Markengefühl zu transportieren. Dies sei gerade für einen Multibrand-Shop wie Loveco wichtig.

Besondere Bedeutung gewann der Instagram-Auftritt für das mit knapp 20 Mitarbeiterinnen noch recht übersichtliche Unternehmen in der Zeit, als die Läden wegen der Corona-Pandemie geschlossen bleiben mussten. "Wir haben unsere eigenen Mitarbeiterinnen in den Klamotten gezeigt", erzählt Zuppke und freut sich über das positive Feedback aus der Community. 

Für Daniel Verst, Strategic Business Partner bei Instagram, ist Loveco ein "perfektes Beispiel für das, was wir immer häufiger sehen". Gerade in den Zeiten, in denen die Läden zwangsläufig geschlossen bleiben mussten, hätten viele Händler "erkannt, was man alles machen kann". Aus dem reinen Offline-Handel sei ein Omnichannel-Konzept geworden, die Läden hätten eine viel größere Reichweite als mit ihren lokalen Geschäften. Die Hürden seien dabei sehr niedrig, sagt Verst: "Dafür muss man kein Techie sein, für den Anfang reicht ein Handy". Er sieht in Instagram auch ein offenes Angebot. Unser Ziel ist es, unsere Plattform stetig auf Basis der Bedürfnisse der verschiedenen Unternehmen zu erweitern. "Dabei hat jedes Unternehmen die gleichen Möglichkeiten, egal welcher Branche, egal welche Unternehmensgröße." Er empfiehlt dabei die verstärkte Nutzung des relativ neuen Reels-Features und berichtet gleichzeitig, dass "Instagram live als Format gerade explodiert". 

Für Unternehmen wie Loveco hat es sich zumindest gelohnt, dass Instagram längst mehr ist als ein Dienst für bunte Bildchen.


Autor: Holger Schellkopf

Chefredakteur. Mitglied der W&V-Geschäftsleitung. Sozialisiert mit Print, konvertiert zu digital. Findet beides prima. Feste Überzeugung von @hschellk : Digital Journalism rocks! Versucht ansonsten, sich so oft wie möglich auf das Rennrad zu schwingen oder in die Laufschuhe zu steigen.  

Anzeige