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Kreation des Tages
Intermarché sagt den Helfern "Merci"

Der Weihnachtsspot der französischen Supermarktkette dreht sich nicht ums Einkaufen. Statt dessen ist er eine emotionale Danksagung an das Pflegepersonal, das 2020 noch mehr an seine Grenzen geht als sonst.

Text: W&V Redaktion

30. November 2020

Lange Tage und Nächte im Krankenhaus: Der Spot der Agentur Romance fällt aus dem Rahmen.
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Und plötzlich ist alles anders: In dem Weihnachts-Spot, den die Agentur Romance für die französische Supermarktkette Intermarché konzipiert hat, geht es einmal nicht, wie bei so vielen anderen, um das Einkaufen von Lebensmitteln für die Feiertage, Genuss und Luxus. Statt dessen haben sich Unternehmen und Agentur entschieden, mit ihrem dreiminütigem Film (Regie: Katia Lewkowicz) diejenigen in den Mittelpunkt zu stellen, die 2020 besonders gefordert waren und es noch immer sind – die Mitarbeiter des Gesundheitssystems.

Die Geschichte: Eine Frau und ihr Teenager-Sohn sind dabei, als der Vater als Notfall ins Krankenhaus eingeliefert wird. Offensichtlich nicht als Corona-Fall, doch die Krankheit ist in den Szenen allgegenwärtig. Die Familie und die Mitarbeiter des Krankenhauses werden nun in der Zeit zwischen Hoffen und Bangen begleitet – vor allem ein junger Pfleger, der sich besonders rührend kümmert.

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In den gezeigten Tagen nach der Einlieferung verbessert sich der Zustand des Mannes zunehmend, auch dank der aufopfernden Hilfe des medizinischen Personals, das sich während der Arbeit kaum eine Pause gönnen kann und nur gelegentlich einen schnellen Bissen Pizza zu sich nimmt.

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Die Weihnachtsgeschichte hat natürlich ein Happy End: Der Vater wird auf dem Weg zur Genesung entlassen, und die Familie revanchiert sich beim Pflegepersonal mit einem riesigen, selbstgekochten Festmahl – die einzige Stelle, an der das Thema "Essen" ins Spiel kommt. Intermarché als Absender des Spots hält sich zurück und wird nie explizit erwähnt.

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Eine besonderer Aspekt des Films ist auch die Musik, mit der der Spot unterlegt ist: eine ruhige französische Ballade der Band Terrenoire, "Jusqu'à mon dernier souffle", übersetzt "bis zu meinem letzten Atemzug". Der Song unterstreicht die ruhige, doch stets ein wenig angespannte Grundstimmung perfekt. Werbung ist das eigentlich nicht – und lässt so die emotionale Botschaft des Spots noch intensiver wirken.


Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde

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