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Messe München
Ispo öffnet sich für Konsumenten

Wenn am Sonntag die Münchner Sportfachmesse öffnet, dann dürfen wieder nur Fachbesucher rein. Aber auch für die Endverbraucher lässt sich die Ispo inzwischen einiges einfallen.

Text: W&V Redaktion

23. Januar 2018

Die Besucher der Ispo sind nach wie vor ausschließlich Fachbesucher
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Bereits eine Woche, bevor die Sportmesse Ispo in München ihre Tore öffnet, steht bereits fest, dass sie ein Erfolg wird. In 16 Hallen, die nahezu ausgebucht sind, tummeln sich dann 2801 Unternehmen aus 55 Ländern. Das ist immerhin ein Plus von zwei Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr. Über 85.000 Besucher drängelten sich in den vier Tagen im vergangenen Jahr durch die Hallen. Unter ihnen Händler, Lieferanten, Markenverantwortliche, Presse. Aber keine Endverbraucher.

Dabei gibt es Jahr für Jahr Stimmen, auch die Konsumenten in die Hallen der Messe München vorzulassen. Noch stemmen sich die Veranstalter mit allen Kräften dagegen. Doch weil der Kontakt zu den Konsumenten den Ausstellern so wichtig ist, hat die Ispo in diesem Jahr das erste Mal ein umfassendes Begleitprogramm zur Messe erstellt, das die Endverbraucher ansprechen und einbeziehen soll.

B-to-C-Konzept: Laufen, Testen, Mitmachen

Unter dem Motto "Ispo Munich Week of Sports" soll das Thema Sport in der Stadt und bei den ortsansässigen Händlern thematisiert werden. So fällt am 27. Januar der Startschuss für den Ispo Munich Night Run im Olympiapark. Ambitionierte Hobbyläufer können sich hier auf einer fünf unf einer zehn Kilometer langen Strecke austoben. Unter allen Teilnehmern werden zudem 50 Tagestickets für die Ispo verlost - so dass wenige auserwählte Kunden die Messeneuheiten unter die Lupe nehmen können. Nach Angaben der Messeverantwortlichen sind eine Woche vor dem Lauf bereits 300 Teilnehmer angemeldet.

Parallel zur Ispo, die am Sonntag, 28. Januar dann startet, veranstalten einige große Händler wie Globetrotter, Sport Schuster, Sport Scheck, Rose Biketown eigene Veranstaltungn für interessierte Kunden. So können sich Bike-Freaks beim Schrauben am, eigenen Fahrrad unterstützen lassen, in der Sport-Schuster-Filiale Yoga machen, die neuesten Unter-Armour-Produkte beim Joggen durch die Münchner Innenstadt ausprobieren oder den Slacklinern bei ihren Tricks zuschauen. Den gesamten Plan für die vielen Events sowie die Möglichkeit, sich anzumelden, können die Endverbraucher auf der Ispo.com-Seite finden.

Seit Jahren stehen die Messen vor dem Dilemma, den Händlern und Marken auf den Messen verstärkt Anreize bieten zu müssen. Zu sehr ist das einstige Gefüge aus partnerschaftlichen Beziehungen durch den Onlinehandel der Marken in eine Schieflage geraten. Gleichzeitig fordern die Marken den Kontakt zu den direkten Kontakt zu den Kunden, weil die Kommunikation immer weniger über den Händler, sondern direkt zwischen Marke und Kunde stattfindet. 

Im Netz geht die Ispo schon länger neue Wege. Die klassische Messe-Website ist in den vergangenen Jahren zu einem professionellen News-Portal unter Leitung des früheren Sportchefs der "Abendzeitung" und "SZ"-Profis Gunnar Jans entwickelt worden. Hinter dem Content-Marketing-Projekt steckt die Telekom-Agentur The Digitale (hier ein Interview mit Agenturchef Karsten Lohmeyer über die Content-Strategie der Ispo).

Gegenentwurf: Outdoor stärkt B-to-B

Während die Ispo auf ein starkes B-to-C-Programm setzt, sucht die Outdoor in Friedrichshafen in diesem Jahr den Schulterschluss mit den Händlern ganz besonders.Unter dem Schlagwort "OutDoor Retail First" soll der Handel besondere Aufmerksamkeit bekommen. "Mit der Retail First Initiative definieren wir die Kernzielgruppe der OutDoor-Fachhandelsbesucher neu und rücken diese stärker in der Fokus", erklärt Klaus Wellmann, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen.

Das Maßnahmenpaket beinhalte für Outdoor- und Sportfachhändler aus dem Einzel- und Großhandel unter anderem freien Eintritt, eine exklusive Vorzugsbehandlung bei der Buchung messenaher Unterkünfte sowie die Betreuung durch einen Key Account-Mitarbeiter der Messe Friedrichshafen.Für die Industrie sowie für Agenturen oder Reise- und Eventveranstalter hätten die Organisatoren Preisanpassungen vorgenommen.

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