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Shitstorm nach PR-Panne
It-Label Revolve greift mit "Fat Shaming"-Shirt daneben

Die US-Modemarke Revolve wird im Netz heftig kritisiert - für ein Sweatshirt mit dem Aufdruck "Being fat is not beautiful it’s an excuse" an einem superschlanken Model. 

Text: W&V Redaktion

18. September 2018

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Revolve ist die Marke der Influencer, ein Onlinestore, der auf Instagram und in Fashionblogs omnipräsent ist. Topmodels, Stars und Blogger posieren in der Regel fürs 2002 gegründete US-Label, das Mode lediglich bis zur Damengröße 40 anbietet. Doch gerade ist den schlanken Influencerinnen nicht so nach Revolve: Eine Provokation ging deutlich zu weit.

Vergangenen Mittwoch hat Revolve ein 168 US-Dollar teures Shirt mit dem Aufdruck "Being fat is not beautiful it’s an excuse" ins Angebot gebracht. Eine durchaus freche Idee, wäre sie von einem untypischen Model ab Größe 42 präsentiert worden. Doch das Modell wurde von einem überaus schlanken Model der Marke im Onlineshop präsentiert. Schnell ging es im Social Web hoch her – der Vorwurf des "Fat Shaming" gegen das It-Label steht seither im Raum.

Die US-Marke versuchte noch gegenüber US-Medien und Blogs zurückzurudern. Revolve wolle doch weniger schlanke Frauen stärken, die geplante Initiative gegen allgemeines "Trolling" und "Shaming" im Netz habe allerdings nicht richtig gezündet. Diese Argumente nützen in der allgemeinen Empörung wenig, zumal die Welle gegen Revolve vor allem von Plus-Size-Model Tess Holliday angeschoben wurde. Verurteilend sei das umstrittene Modestück, pflichteten viele User bei Instagram der Vorreiterin bei.

Wer hinter der "Initiative" steckt

Dabei hat das Sweatshirt prominente "Mütter": Die Kollektion wurde von einer Reihe It-Girls und Influencerinnen unterstützt, darunter Lena Dunham, Emily Ratajkowski, Cara Delevingne oder auch Suki Waterhouse.

Den Spruch eingebracht hat ausgerechnet Paloma Elsesser, ein bekanntes Plus-Size-Model, das bei dieser Capsule Collection für den Revolve-Kooperationspartner LPA zur Seite stand. Und zusammen mit Lena Dunham als Aushängeschild für "Being fat is not beautiful it’s an excuse" stand. Derlei Kommentare erhält das LPA-Model im Netz von Trollen. Sie wolle mit der Kollektion ein Statement gegen den allgemeinen Hass im Cyberspace vorgehen, lässt sie verlauten.

Das Sweatshirt ist inzwischen von der Seite verschwunden, doch Tess Holliday hielt den Fehltritt per Screenshot fürs Social Web fest. Eine echte PR-Panne. Und Revolve? Entschuldigt sich kleinlaut dort, wo sich die Marke sonst gern provokant gibt – auf Instagram:

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