Anzeige

Coronavirus-Krise
Jetzt erst recht: Tonies werben für Einzelhandel

Bundesweite Plakatkampagne schickt vor Ostern potentielle Käufer zum nächsten Händler - die haben aber aktuell zu. Die Kampagne läuft trotzdem. Motto: Machen wir das Beste daraus.

Text: W&V Redaktion

27. März 2020

Anzeige

Der Plan war klar: mit der Kampagne vor Ostern wollte Tonies seine Erfolgsgeschichte fortschreiben und dabei auch die lokalen Händler mit auf den Weg nehmen. Deutschlandweit wird auf 270 Plakaten gefordert: Ab ins Körbchen - leg Tonies in dein Osternest! Verbunden mit den Hinweisen: "In der Nähe erhältlich" und "Osterhasen aufgepasst! Der nächste Tonie-Händler ist nur einen Hasensprung entfernt".

So weit, so gut - aber dann kam das Coronavirus und seine Folgen: Die Einzelhändler, die Box und Figuren des auf Kinder ausgerichteten Audiosystems, verkaufen, mussten samt und sonders ihre Geschäfte schließen. Wenn es im Laden die Tonies und Tonieboxen nicht zu kaufen gibt, die ganze Kampagne aber auf den stationären Handel ausgelegt ist, dann ist im Grunde von vornherein klar, dass die KPI der Aktion größtenteils bei Null liegen.

Die ganze Kampagne ist eigentlich hinfällig – das Unternehmen will sich davon aber nicht beirren lassen. Machen wir das Beste daraus, heißt das Motto. Sven Vaders, Director Product Management & Marketing für die Tonies bei der Boxine GmbH, sagt dazu: „Die Kampagne war lange vor Covid-19 geplant und zielte darauf ab, den stationären Handel zu stärken. Dass diese Idee jetzt natürlich ein wenig nach hinten losgeht, beinhaltet eine gewisse Ironie. Wir haben uns dann aber bewusst entschieden, die Kampagne trotzdem laufen zu lassen, denn unsere Botschaft bleibt ja die gleiche: Unterstützt den Einzelhandel, wenn nicht offline, dann online - nie war es wichtiger als jetzt.”

Zudem haben die Macher der Hörfiguren ihr gesamtes Marketing in nur wenigen Tagen komplett umgestellt auf eine direkte, persönliche und anregende Ansprache mit der Community. Die Tonies-Fans finden nun jeden Tag kostenlos auf der Website Ausmalbilder, Spieleanregungen oder auch Ideen, wie man über die Kreativ-Tonies mit den Großeltern in Verbindung bleiben kann. Künstler, mit denen das Unternehmen bereits arbeitet, wurden in kurzer Zeit mobilisiert, um sich kleine Geschichten für die jungen Fans ausdenken, damit "die Eltern daheim entlastet sind und die Kids immer neue Anregungen bekommen".


Autor: Holger Schellkopf

Chefredakteur. Mitglied der W&V-Geschäftsleitung. Sozialisiert mit Print, konvertiert zu digital. Findet beides prima. Feste Überzeugung von @hschellk : Digital Journalism rocks! Versucht ansonsten, sich so oft wie möglich auf das Rennrad zu schwingen oder in die Laufschuhe zu steigen.  

Anzeige