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W&V Data-Ranking
Krombacher lässt sich die Bierlaune nicht verderben

Den Deutschen schmeckt das Bier immer weniger. Aber das gilt nicht für alle Bundesländer. Und nicht alle Marken reagieren mit einer Reduzierung der Werbespendings, wie eine W&V Data-Analyse zeigt.

Text: W&V Redaktion

7. August 2020

Insgesamt sind Umsatz und Werbespendings im Biermarkt rückläufig. Doch einzelne Marken wie Krombacher halten dagegen.
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Eher schal schmeckt sie, die Bilanz für den Biermarkt im ersten Halbjahr. Der Bierabsatz (alkoholhaltige Biere) ist in den ersten sechs Monaten um 6,6 Prozent gesunken, so die jetzt vorliegenden Zahlen des Statistischen Bundesamts. Das entspricht rund 302 Millionen Litern weniger – so viel, wie an 43 ausgefallenen Münchner Oktoberfesten eingebüßt worden wäre. Damit kommt der Absatz der in Deutschland ansässigen Brauereien auf noch 4,3 Milliarden Liter, rund 82 Prozent davon waren für den Inlandsverbrauch bestimmt.

Doch nicht in allen Bundesländern ist den Deutschen die Lust auf Pils und Helles gleichermaßen vergangen, vor allem geschürt durch Kneipen im Lockdown und ausgefallene Großveranstaltungen. In den beiden Hot-Groß-Spots für Biertrinker – Bayern und NRW – ist der Umsatz nur um 1,7 bzw. 1,5 Prozent zurückgegangen. Mit den noch verkauften 2,2 bzw. 2,0 Mio. Hektoliter verweisen sie den Rest der Nation ganz deutlich auf die Plätze. Niedersachsen samt Bremen auf Platz drei steht für noch 0,8 Mio. Hektoliter. Während in der Mehrheit der Bundesländer ein Minus in der Bier-Bilanz steht, wurde dagegen in den fünf Regionen Rheinland Pfalz/Saarland, Berlin/Brandenburg, Thüringen, Meck-Pomm und Sachsen-Anhalt mehr Bier als im Vorjahr abgesetzt.

Nicht alle Biermarken reduzieren die Spendings

Auch was den Bierwerbemarkt angeht, lässt sich nicht alles über einen Kamm scheren. Unterm Strich wurden die Werbespendings zwar ziemlich drastisch zurückgefahren: Im W&V Data-Dashboard zu den Top-Spendern und ihren Budgets steht unterm Strich ein Branchenminus von gut 38 Prozent. Geworben wurde im ersten Halbjahr noch für rund 131 Mio. Euro. Doch betrachtet man die Top drei der Werbungtreibenden, wie sie in der nachstehenden Tabelle abgebildet werden, zeigt sich ein anderes Bild. Platzhirsch Krombacher und vor allem Warsteiner auf Platz zwei des W&V Data-Werberankings haben die Bruttospendings aufgestockt. Die Nummer drei dagegen, Bitburger, hat reduziert.

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Autor: Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann vor allem die Themenumfelder in der Printausgabe von W&V, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Zum Verlag W&V kam Christiane 2001, damals wahrscheinlich noch mit Klapphandy. Seitdem verfolgt sie vor allem, wie Medien und Mediennutzung die Gesellschaft verändern.

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