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W&V Data Branchencheck
Lieber Baumarkt als Schuhladen

In kein Geschäft hat es die Deutschen nach den Corona-Lockerungen mehr gezogen als in den Baumarkt. Doch im Vorfeld sind Obi & Co nicht gerade durch Werbedruck aufgefallen, so der W&V Data-Check.

Text: W&V Redaktion

13. Mai 2020

Die lieben ihre Baumärkte - in Coronazeiten sogar noch ein bisschen mehr. Doch in puncto Werbung bleiben Obi Co eher zurückhaltend, wie W&V Data zeigt.
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Den Sommerurlaub werden aller Voraussicht nach deutlich mehr Menschen als im Vorjahr auf Balkonien & Co verbringen. Und überhaupt will man sich den heimischen grünen Mikrokosmos in Coronazeiten so schön wie möglich machen.

So neu ist dieser Garden-Living-Trend im Übrigen nicht. In den vergangenen fünf Jahren gaben die Deutschen im Jahresdurchschnitt jeweils 1,5 Prozent mehr für die Gestaltung ihrer Balkone und Gärten aus, so der Branchen-Report Garden-Living 2019/2020 von Marktmedia24. Größte Warengruppe in dem Segment ist alles, was mit Grillen zu tun hat.

Rechnet man noch Aspekte ein wie Heimwerken, Renovieren und Reparieren, erscheint es schon fast logisch, dass vielen Deutschen nach den Lockerungen der Corona-Einkaufsbeschränkungen der Sinn nach nichts mehr stand als nach einem Besuch im Baumarkt. Das zeigt die siebte Welle des Havas-Media-Coronamonitors (Befragung vom 5. bis 7. Mai 2020).

Auf die Frage, welche Geschäfte sie seit den Lockerungen in der vergangenen Woche besucht hätten beziehungsweise in Kürze besuchen wollten, gaben mit 21 Prozent die meisten der Befragten den Baumarkt ihrer Wahl an. Danach erst kamen, wenn auch nur knapp, die Schuhläden.

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Beliebt bei den Verbrauchern, aber dennoch sinkender Werbedruck

Entsprechend positiv sind die Umsatzaussichten rund um Garden-Living. Marktmedia24 geht in dem Segment bis 2025 von jährlich zwei Prozent Plus aus für die Baumärkte – die Auswirkungen der Coronakrise einkalkuliert.

So optimistisch die unmittelbare Zukunft für Baumärkte von der Beliebtheit wie von den Umsatzerwartungen auch sein mögen: Baumärkte sind vor der Coronakrise nicht damit aufgefallen, dass sie entsprechenden Werbedruck aufgefahren hätten, wie der nachfolgende W&V Data-Branchencheck belegt.

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Aus dem W&V Data-Branchencheck geht hervor, dass von den Top Ten nur zwei ihre Spendings erhöht haben(Analyse auf Basis der Zahlen unseres W&V Data-Partners Nielsen für QI/2020). Und auch mit Blick auf die jüngsten Zahlen finden sich die großen Baumärkte nicht unter den Top-Spendern: In der Woche vom 27. April bis 3. Mai investierte Bauhaus 0,83 Mio. Euro brutto, Obi nur 0,35 Millionen.

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