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W&V Data-Analyse
Lindt vs. Ritter Sport: Das süße Werbeduell

Beide stehen für Tafelschokolade wie kaum eine andere Brand. Aber in ihren Werbestrategien sind Lindt und Ritter Sport komplett unterschiedlich aufgestellt, nicht nur vom Budget her, wie W&V Data zeigt.

Text: W&V Redaktion

30. Oktober 2020

Schokolade können beide, doch in ihren Werbestrategien unterscheiden sich die Konkurrenten Lindt und Ritter Sport komplett.
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Gerade erst hat Ritter Sport verkündet, von David+Martin eine breite Nachhaltigkeitskampagne umsetzen zu lassen (s. hier auf wuv.de). Anlass, sich auf W&V Data das bisherige Werbeverhalten von Ritter Sport anzugucken und mit der Konkurrenz – in dem Fall Lindt Schokolade – zu vergleichen.

Am augenfälligsten ist das ziemlich unterschiedlich budgetierte Werbevolumen: Wie das W&V Data-Dashboard zu den Top 20 Playern im Süßwarensegment zeigt, hat Lindt+Spruengli in den ersten drei Quartalen dieses Jahres brutto für rund 37,6 Mio. Euro Werbung platziert. Der Ritter-Sport-Etat liegt deutlich darunter mit rund 10,1 Mio. Euro.

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TV contra Out of Home

Noch markanter unterscheiden sich aber beide im Mediamix: Lindt fährt die klassische Variante und setzt wie fast alle Top Player dieses Segments auf TV-Werbung. 84 Prozent betrug der TV-Anteil im Zeitraum QI mit QIII.

Bei Ritter Sport lag der TV-Anteil im Mediamix in diesem Jahr bislang dagegen bei rund 22 Prozent. Den Löwenanteil, nämlich 75 Prozent, setzte Ritter Sport auf Außenwerbung. Eine Strategie, die sonst keiner unter den Top 20 der „süßen“ Top Brands verfolgt.

Das niedrigere Budget und der ungewöhnliche Media-Ansatz drücken offensichtlich nicht auf die Markenbekanntheit. Der Mitteldeutschen Markenstudie 2020 zufolge liegen Lindt und Ritter Sport gleich auf in der Bekanntheit – wohl auch ein Verdienst der einzigartigen äußeren Markenform von Ritter Sport.

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Autor: Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann die redaktionelle Begleitung von W&V Data, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Ihre Interessen: Menschen, Marken, Medien - analog wie digital.

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