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Großbritannien
Londons Bürgermeister schlägt Werbeverbot für Junk Food vor

Mit der Maßnahme, die im öffentlichen Verkehrsnetz greifen soll, will er die Fettleibigkeit von Kindern bekämpfen.

Text: W&V Redaktion

14. Mai 2018

Londons Bürgermeister Sadiq Khan sieht in der Fettleibigkeit bei Kindern eine "tickende Zeitbombe"
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Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan will Werbung für "Junk Food" im gesamten Londoner Verkehrsnetz Transport for London (TfL) verbieten – in der U-Bahn, den Bussen und im öffentlichen Schienennahverkehr. Dies ist eine der Maßnahmen, die jetzt von ihm in einem Programmentwurf mit dem Titel "London Food Strategy" vorgelegt wurden. Mit dem Programm soll die "tickende Zeitbombe" der Fettleibigkeit bei Kindern bekämpft werden.

Betroffen von dem geplanten Werbeverbot wären alle Nahrungsmittel mit einem hohen Fett-, Salz- oder Zuckeranteil. London hat nach Angaben der Stadtverwaltung mit etwa 40 Prozent eine der höchsten Raten an übergewichtigen oder fettleibigen Kinder im Alter von zehn oder elf Jahren in ganz Europa.

"Londons Problem mit der Fettleibigkeit wird durch ein Umfeld verschärft, das die Menschen mit Marketingmaßnahmen und Promotions für ungesunde Nahrungsmittel bombardiert", heißt es in dem Programmentwurf. "Der Bürgermeister wird alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel anwenden, mit denen die Fettleibigkeit bei Kindern bekämpft werden kann. Dazu wird er auch Pläne erörtern, Werbung für ungesunde Nahrungsmittel und Getränke aus dem gesamten TfL-Bereich zu verbannen."

Organisationen, Unternehmen und Einzelpersonen sind nun aufgerufen, zu dem vorgelegten Programmentwurf Stellung zu beziehen, namentlich auch zu dem vorgeschlagenen Werbeverbot im öffentlichen Nahverkehr der britischen Hauptstadt.

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