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Wegen Corona-Epidemie
Lufthansa bietet jedem unbezahlten Urlaub an

Die Airline wird nervös wegen der Corona-Krise: Lufthansa reagiert mit massiven Kostensenkungen und einem vorläufigen Einstellungsstopp. Auch Lehrgangsteilnehmer erhalten keinen Arbeitsvertrag.

Text: W&V Redaktion

26. Februar 2020

Rein rechnerisch stehen derzeit 13 Lufthansa-Langstreckenjets am Boden.
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Mit den beschlossenen Maßnahmen zur Kostensenkung wolle man den "wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus frühzeitig begegnen", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Laut Lufthansa werden alle geplanten Neueinstellungen überprüft, ausgesetzt oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Außerdem bietet die Airline ab sofort allen Mitarbeitern unbezahlten Urlaub an. Darüber hinaus möchte man die vorhandenen tariflichen Teilzeitangebote gerne ausweiten: Entsprechende Möglichkeiten würden derzeit geprüft.

Zu dem Maßnahmenpaket gehören auch Kostensenkungen in allen administrativen Bereichen: Das Projekt-Volumen wird ab sofort um zehn Prozent beschnitten, das Sachkostenbudget um 20 Prozent.

Lufthansa: Lehrgangs-Absolventen werden nicht übernommen

Alle geplanten Stations- und Flugbegleiter-Lehrgänge ab April 2020 werden nicht durchgeführt. Die Kursteilnehmer der bereits laufenden Lehrgänge werden vorerst nicht in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen. Langfristiges Ziel bleibe jedoch, den Teilnehmern einen Arbeitsvertrag anbieten zu können.

Zuvor hatte die Lufthansa bereits sämtliche Flüge von und nach Festland-China bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März gestrichen. Wegen der sinkenden Nachfrage bei Flügen von und nach Hongkong wurden auf dieser Strecke bereits Kapazitätsanpassungen vorgenommen. Weitere Frequenzanpassungen von und nach Frankfurt, München und Zürich sind geplant. Rein rechnerisch stehen derzeit 13 Langstreckenflugzeuge der Lufthansa am Boden.

Chinas Regierung denkt über Rettungspakete für Airlines nach

Die aus den aktuellen Entwicklungen zu erwartende Ergebnisbelastung sei derzeit nicht abschätzbar, heißt es von Seiten des Konzerns.

Noch härter sind die Auswirkungen für die chinesischen Airlines: Die Regierung in Peking denkt intensiv über staatliche Rettungspakete für die Fluglinien nach. Denkbar seien direkte Geldspritzen oder angeordnete Fusionen.

Auch viele andere Branchen sind international von der Krise betroffen: Wie Marken mit dem Coronavirus umgehen sollten, können Sie hier nachlesen.


Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.

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