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Top-Personalie
Manfred Mandel wird Europa-Marketingchef von C&A

Es ist das Comeback des Jahres: Der einstige Top-Marketer von Karstadt, Real und Rewe geht zu C&A. Etathalter Grey verliert Etat an Zum goldenen Hirschen

Text: W&V Redaktion

23. April 2018

"Handel-Mandel" jetzt bei C&A
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Ruhestand? Ein Fremdwort für ihn, Manfred Mandel, der bis vor anderthalb Jahren bei Karstadt oberster Marketingchef war und seither als freier Berater mehr in Palma de Mallorca gesichtet wurde denn in Düsseldorf. Und schon greift er wieder an, jetzt als Director Brand Marketing Germany and Europe beim Düsseldorfer Textilhändler C&A. Auch wenn das offiziell noch nicht bestätigt wurde.

Rein rechnerisch müsste er nicht mehr arbeiten. Etwa vom Alter her. Dem Vernehmen nach soll Alain Caparros, der aktuelle CEO, die treibende Kraft bei der Top-Personalie gewesen sein. Denn Caparros und Mandel waren beruflich schon verbandelt, etwa bei Rewe, als Mandel 2006 auf einen Schlag 2500 Filialen der Gruppe (Minimal, HL & Co.) auf Rewe umgestellt hat, mit einer spektakulären Imagekampagne.

Handel-Mandel: Karstadt, Real und Rewe

Sein Spitzname: Handel-Mandel. Denn seine Vita ist gespickt mit den großen Handelsnamen: zuletzt Karstadt, davor Real, Rewe, Real. Ja, diese Dopplung ist Absicht, da gab es mal ein hin und her. "Einmal hin, alles drin", war ein Slogan von Real, der unter der Ägide von Mandel startete. Oder, 2006 von Rewe: "Jeden Tag ein bisschen besser", mit dem Kassenpieps am Ende. 

Grey muss das dritte Mal gehen

Aktuell soll Manfred Mandel bereits beim Pitch von C&A im Hintergrund die Strippen gezogen haben. Es ist mindestens das dritte Mal, dass Grey das Nachsehen hatte, wenn Mandel als oberster Chefmarketer aufkreuzte: Im Jahr 2015 musste Grey bei Karstadt gehen, bei Real war im Jahr 2007 die Frankfurter Grey-Tochter Consell im Pitch und verlor.

Bei C&A hat die Kölner Agentur Zum goldenen Hirschen den Etat gewonnen. Das Marketing soll nun frecher und aggressiver werden.

Mehr über die Top-Personalie und die Folgen für die Agenturen in der Printausgabe der W&V vom 23. April 2018.

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