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Markenstrategie
Mastercard verpasst sich neuen Sound

Mastercard-CMO Raja Rajamannar hat Künstler zur Hilfe geholt, um die neue Soundarchitektur der Marke zu kreieren. Mit dabei: Linkin-Park-Sänger Mike Shinoda.

Text: W&V Redaktion

8. Februar 2019

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Mastercard verpasst sich eine neue akustische Markenidentität. Anfang Januar hatte das Unternehmen verkündet, in vielen Fällen den Namen aus dem Logo zu streichen. Die Soundarchitektur soll die Symbolmarke unterstützen. 

"Klang verleiht unserer Markenidentität eine kraftvolle neue Dimension und trägt wesentlich dazu bei, wie Menschen Mastercard heute und in Zukunft wahrnehmen", so Raja Rajamannar, Chief Marketing und Communications Officer von Mastercard. "Wir haben uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Mastercard-Melodie so zu produzieren, dass sie unverwechselbar und authentisch ist, sich aber weltweit und genreübergreifend anpassen lässt. Es ist wichtig, dass unsere akustische Signatur nicht nur unseren Markenauftritt stärkt, sondern auch unmittelbar auf der ganzen Welt gut ankommt."

Mastercard hat sich für diesen Schritt Musiker, Künstler und Agenturen aus der ganzen Welt zur Hilfe geholt - darunter Mike Shinoda, Sänger von Linkin Park.

Das Ziel: eine globale Markenstimme, die gleichzeitig auch lokalen Bezug hat. Darüber hinaus ermöglicht die Verwendung unterschiedlicher Instrumente und Tempi verschiedene filmische, opernhafte und jugendliche Stile, die regionale Interpretationen zulassen. Die Mastercard-Melodie dient als Grundlage für Partituren, Soundlogos, Klingeltöne und Akzeptanztöne am Point-of-Sale.

Der Hintergrund: Mastercard erwartetet einen Umsatz von 40 Milliarden US-Dollar durch sprachgesteuerte Einkäufe bis 2022. Eine Audio-Identität sieht das Unternehmen als Pflichtprogramm für Marken.

"Klang lässt Menschen bestimmte Dinge fühlen, und das macht ihn zu einem so interessanten Medium für Marken", sagt Matt Lieber, Mitbegründer und President von Podcast-Anbieter Gimlet. "Mit der Verbreitung von Podcasts, Musik-Streaming und intelligenten Lautsprechern ist eine Audio-Strategie für Marken kein Nice-to-have mehr, sondern eine Notwendigkeit. Eine akustische Identität – die Audio-Visitenkarte einer Marke – ist heute genauso wichtig wie die visuelle Identität einer Marke."

Das Unternehmen arbeitet auch mit der Künstlerin Camila Cabello zusammen, die für die kommenden Grammy Awards nominiert ist. Sie soll im Vorfeld des US-Musikpreises die erste kreative Produktion, die das neue Sound-Logo der Marke beinhaltet, beisteuern. 

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