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"McPlant"
McDonald's bringt vegane Produktreihe auf den Markt

In Kooperation mit Beyond Meat plant die Fast-Food-Kette eine eigene pflanzliche Produktreihe namens "McPlant". Damit reagiert McDonald's auf den immer größer werdenden Veggie-Trend.

Text: W&V Redaktion

10. November 2020

2019 nahm McDonald's Deutschland erstmals den pflanzlichen Burger Big Vegan TS ins Sortiment auf.
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Nach dem ersten veganen Vorstoß plant McDonald's nun ein eigenes fleischlose Produktsortiment. Wie das US-Unternehmen mitteilt, soll die Reihe "McPlant" heißen und ausschließlich von McDonald's hergestellt werden. Auf einen Veggie-Burger sollen zu einem späteren Zeitpunkt auch Produkte mit Geflügelersatz und fleischlose Sandwiches folgen.

Damit antwortet die Fast-Food-Kette auf einen immer größer werdenden Trend - und will seinen Konkurrenten in diesem Feld Druck machen. Der erste Veggie-Burger soll noch in Kooperation mit der Fleischersatzfirma Beyond Meat entstehen, doch langfristig will das Unternehmen eigene Wege gehen. In den Aktienmarkt brachte diese Entscheidung sofort Bewegung: Nachdem McDonald's seinen eigenen pflanzlichen Burger angekündigt hatte, brach der Kurs von Beyond Meat ein. 

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Generell kann McDonald's auf ein erfolgreiches drittes Quartal zurückblicken: Die erfolgreiche Werbeaktion mit dem US-Rapper Travis Scott und ein brummendes Drive-Thru-Geschäft haben dem Unternehmen  zu überraschend guten Zahlen verholfen. Der Gewinn unterm Strich stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar (1,5 Mrd Euro), wie der weltgrößte Fast-Food-Konzern am Montag in Chicago mitteilte.

Dabei profitierte McDonald's zwar von Sondererlösen durch Anteilsverkäufe in Japan, doch auch das Tagesgeschäft lief deutlich besser als erwartet.
Im US-Heimatmarkt legte der flächenbereinigte Absatz um starke 4,6 Prozent zu. Als Hit erwies sich die Marketing-Partnerschaft mit dem US-Superstar Travis Scott, der für begrenzte Zeit ein eigenes Menü
bei McDonald's anbot, das sich großer Beliebtheit erfreute. Ansonsten spielten der Kette ihre vielen Drive-Thru-Schalter in die Karten, die während der Corona-Krise einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz darstellen. Zudem wird der Liefer-Service über Apps immer wichtiger.

Weniger rund lief es hingegen international. In Deutschland, Frankreich und Großbritannien etwa schwächelten die Geschäfte, nicht zuletzt wegen andauernder oder neuer Belastungen und Beschränkungen
aufgrund der Corona-Krise. Insgesamt gingen die konzernweiten Erlöse um zwei Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar zurück, was nach den pandemiebedingten Einbrüchen der Vorquartale jedoch eine erhebliche Erholung bedeutet. Analysten hatten mit deutlich schlechteren Zahlen gerechnet, die Aktie reagierte vorbörslich mit einem Kurssprung. (mit dpa)


Autor: Alessa Kästner

ist Absolventin der Burda Journalistenschule und volontierte beim Playboy. Die gebürtige Münchnerin schrieb für Magazine wie ELLE, Focus oder Freundin und schnupperte im Anschluss noch ein wenig Agenturluft bei Fischer Appelt. Ihre Kernthemen als W&V-Redakteurin: Digital Lifestyle, New Work und Social Media.

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