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Kooperation
McDonald's "leiht" Mitarbeiter an Aldi aus

Die Fastfood-Kette McDonald's benötigt weniger Mitarbeiter, während der Händler Aldi massive Personalprobleme hat. Deshalb haben sich die beiden Unternehmen auf einen unbürokatischen Tausch geeinigt. 

Text: W&V Redaktion

20. März 2020

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Lebensmittelhändler wie Aldi sollen eigentlich in diesen Tagen noch länger für ihre Kunden da sein, so der Wunsch der Politik. Doch viele Supermärkte oder Discounter lehnen beispielsweise einen verkaufsoffenen Sonntag mit dem Argument ab, ihr Personal nicht noch mehr belasten zu wollen. Die Fastfood-Kette McDonald's Deutschland hat einen Deal mit den Discountern Aldi Nord und Aldi Süd abgeschlossen. 

Mitarbeiter, die von Restaurant-Schließungen oder dem eingeschränkten Betrieb durch die Corona-Krise betroffen sind, können ab sofort "ganz unbürokratisch" in den Filialen des Händlers eingesetzt werden - eine freiwillige Aktion. Bei Aldi werden sie zu den üblichen geltenden Konditionen befristet eingestellt und können danach wieder zu McDonald's zurückkehren.

Die ersten Mitarbeiter könnten zeitnah eingesetzt werden, betont McDonald's

"Jeder Einzelne ist in Deutschland aktuell aufgefordert, seinen Teil zur Bewältigung der Krise beizutragen. Mit dieser Lösung schaffen wir das und bieten gleichzeitig eine klassische Winwin-Situation: Unsere Mitarbeiter können - wenn sie das wollen - weiter beschäftigt werden. Gleichzeitig profitiert Aldi von zusätzlichen Ressourcen. Und damit wird für die Gesellschaft in Deutschland sichergestellt, dass Aldi auch während der Krise vollumfänglich agieren kann", so Holger Beeck, Vorstandsvorsitzender von McDonald's Deutschland.

Die ersten Mitarbeiter könnten zeitnah eingesetzt werden, betont die Fastfood-Marke."Besondere Zeiten erfordern besondere Lösungen. Diese Form der Kooperation ist für Aldi bisher einzigartig. Wir sind überzeugt, dass wir mit unkonventionellen Lösungen und einem starken Zusammenhalt diese Krise bewältigen können", so Nicolás de Lope, Sprecher der Verwaltungsratsbevollmächtigten von Aldi Nord.

Laut McDonald's sind deutschlandweit noch viele Restaurants geöffnet, allerdings mit beschränkten Öffnungszeiten und teilweise mit beschränkter Gästezahl - nach den Vorgaben der jeweiligen örtlichen Behördn. Das Unternehmen verweist unter anderem darauf, doch verstärkt McDrive-Schalter zu nutzen. In den USA beispielsweise setzt McDonald's bereits auf Lieferung und Abholung.

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Autor: Ulrike App

ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.

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