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Sparkurs
Media-Saturn kürzt Werbeausgaben

Um die Kosten zu senken, kürzt der Elektronik-Händler Media-Saturn auch kräftig die Brutto-Investitionen in klassische Werbung. Der Mutterkonzern Ceconomy plant zudem ein Effizienzprogramm.

Text: W&V Redaktion

25. Februar 2019

Die Hauptverwaltung von Media-Saturn in Ingolstadt
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Um knapp 30 Prozent kürzte Media-Saturn im Januar die Bruttowerbespendings für die Vertriebslinien Media-Markt und Saturn. Das berichtet die Lebensmittelzeitung und zitiert damit Daten des Marktforschers Nielsen. Bereits im Dezember sanken die Werbeausgaben demnach um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Laut Nielsen-Statistik investierte Media-Saturn im vergangenen Jahr 249,2 Millionen Euro für TV-Spots, Plakate und Anzeigen. Das ist ein Minus von sechs Prozent. Allerdings werden von Nielsen nur klassische Werbeformate erfasst; Suchmaschinenmarketing und Handzettel zum Beispiel nicht.

Der aktuelle Sparkurs bringt auch einen alten Plan von Media-Saturn neu aufs Tapet: Das Outsourcing der Prospekt-Erstellung. Das erledigen derzeit rund zweihundert Mitarbeiter im hauseigenen Unternehmen Redblue in München. Bereits vor sechs Jahren war Media-Saturn kurz davor, dieses Geschäft an die Münchner Agenturgruppe Serviceplan zu vergeben. Das Vorhaben scheiterte aber am Veto des mittlerweile verstorbenen Minderheitsgesellschafters Erich Kellerhals.

Am 21. Mai präsentiert Ceconomy, die Muttergesellschaft von Media-Saturn die Zahlen für das zweite Quartal. Dann will der künftige Ceconomy-Chef Jörn Werner sein neues Effizienzprogramm vorstellen. Gerüchten zufolge stehen auch mehrere hundert Arbeitsplätze in der Ingolstädter Zentrale in Frage.

Einziger Lichtblick - das Online-Geschäft wächst. Sonst waren die kürzlich vermeldeten Zahlen des ersten Quartals des Geschäftsjahrs eher ernüchternd.

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