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China weiter größter Markt
Mercedes-Benz bleibt Nummer eins der Premiumhersteller

Zum neunten Mal in Folge steigerten die Stuttgarter im vergangenen Jahr den Absatz und erreichten mit knapp 2,34 Millionen verkauften Fahrzeugen einen neuen Verkaufsrekord.

Text: W&V Redaktion

9. Januar 2020

Fototermin vor dem Mercedes-Benz-Werk in Sindelfingen.
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PKW-Krise hin, Elektro-Boom her, bei Mercedes-Benz brummt das Geschäft wie nie zuvor. Um 1,3 Prozent konnte Mercedes-Benz 2019 die Anzahl der verkauften Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr steigern, was vor allem dem stattlichen Plus von 6,2 Prozent in China zu verdanken ist. Das Land ist heute mit etwa 700000 verkauften Autos wichtigster Absatzmarkt für die Stuttgarter, weit vor Deutschland und den USA, die zusammen genommen noch nicht einmal die Hälfte dieser Anzahl verzeichnen. Mehr als drei Viertel der in China verkauften Fahrzeuge werden inzwischen auch vor Ort hergestellt: In der Nähe von Peking steht das weltweit größte Werk des Herstellers. Beim Output zog der 2004 eröffnete Produktionsstandort 2018 am früheren Spitzenreiter Bremen vorbei.   

Nicht ganz so gut wie Mercedes-Benk erging es dagegen der Daimler-Marke Smart. Hier sank die Zahl der verkauften Fahrzeuge global um 9,3 Prozent auf knapp 117000 Fahrzeuge.       

Weitere Investitionen in neue Technik 

Die neuen Rekordzahlen führt das Unternehmen unter anderem auf eine Modelloffensive zurück, die vor allem im Bereich der Kompaktwagen sowie bei SUV's erfolgreich gewesen sei. Letzteres war bei Mercedes-Benz 2019 mit etwa 783700 verkauften Fahrzeugen die SUVs das umsatzstärkste Segment. Daimler-Chef Ola Källenius freut sich einerseits über die starken Zahlen und das neunte Rekordjahr in Folge, erwartet aber große Herausforderungen für die Branche und sein Unternehmen: "Die beiden kommenden Jahre werden mehr denn je von der Transformation unserer Branche geprägt sein. In diesem anspruchsvollen Umfeld wollen wir den Absatz weiter steigern und die Weichen für eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit stellen." Geplant sind bei Daimler weitere Investitionen in neue Technologien, "um mit Mercedes-Benz als Pionier für nachhaltigen Luxus den globalen Premiummarkt auch in der Ära der CO2-neutralen Mobilität anzuführen."

Plug-In-Hybride und E-Mobilität

In Europa will Mercedes-Benz den Anteil vollelektronischer Modelle bis 2015 auf 15 bis 25 Prozent erhöhen. Erstling auf diesem Gebiet ist der erst kürzlich eingeführte und primär in TV und Social Media beworbene Geländewagen EQC, der inzwischen in Europa, in China und den Asien-Pazifik-Märkten erhältlich ist. Eine Premium-Großraumlimousine mit der Bezeichnung EQV wird die Elektroflotte im laufenden Jahr erweitern. Für Ende Januar 2020 ist dazu die Markteinführung eines elektrischen Smart-Modells geplant. Neben den Elektrofahrzeugen setzt Mercedes-Benz auf Plug-in-Hybride: Bis 2025 sollen "deutlich über 40 Prozent" der verkauften Fahrzeuge des Unternehmens Plug-in- oder elektrische Fahrzeuge sein.         

Auf der CES in Las Vegas stellte Mercedes in dieser Woche ein Konzeptfahrzeug vor, in dem Mensch und Auto quasi miteinander verschmelzen.

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