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WeShare startet in Berlin
Mit WeShare macht Volkswagen E-Autos schon jetzt erfahrbar

Volkswagen steigt ins Carsharing-Geschäft ein. Nicht nur um Geld zu verdienen. Sondern quasi auch als barrierefreie Testfahrt-Flotte mit Elektroautos für Jedermann. Und Lidl- und Kaufland-Supermärkte werden zu Tankstellen.

Text: W&V Redaktion

27. Juni 2019

Läuft in Berlin: Volkswagen WeShare
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Heute fällt in Berlin der Startschuss für WeShare. Mit 1.500 e-Golf-Fahrzeugen bringt die Marke Volkswagen eine komplett elektrische Flotte auf die Straße, die ausnahmslos mit Grünstrom betrieben wird. Anfang des kommenden Jahres folgen 500 zusätzliche e-up und nach Markteinführung des ID.3 Mitte 2020 die ersten Modelle des neuen voll-elektrischen VW-Modells.

WeShare arbeitet nach dem "Free-Floating"-Prinzip ohne fixe Vermietstationen und funktioniert digital per App. Im Jahr 2020 ist eine Expansion von WeShare zunächst gemeinsam mit Škoda nach Prag und dann nach Hamburg geplant.

Das Geschäftsgebiet von WeShare wird anfangs rund 150 Quadratkilometer abdecken – Stadtzentrum bis über den S-Bahnring hinaus – und sich im weiteren Verlauf mit dem Wachstum der Fahrzeugflotte vergrößern.

Was kostet das?

Bis September kostet eine Minute 19 Cent. Die einmalige Registrierungsgebühr und die Flughafengebühr entfallen. Ab September werden Tarife in drei Kategorien zu einem durchschnittlichen Minutenpreis von 29 Cent angeboten.

Voraussetzung für die Nutzung sind der Besitz eines Smartphones und einer Kreditkarte, ein Mindestalter von 21 Jahren, der Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis seit mindestens einem Jahr sowie eine Meldeadresse in Deutschland.

Wie kann man die Autos laden?

WeShare wird zum Laden seiner Flotte das öffentliche Ladenetz Berlins nutzen, inklusive jetzt neu entstehender Ladepunkte an 70 Filialen der Lebensmitteleinzelhändler Lidl und Kaufland. Mit den Unternehmen der Schwarz Gruppe hat Volkswagen eine Partnerschaft abgeschlossen. 140 Ladepunkte mit 50-Kilowatt-Schnelladefunktion sollen errichtet werden.

Supermärkte sind die Tankstellen der Zukunft. 45 Minuten Ladezeit reichen aus, um einen Batterieladestand von 80 Prozent zu erreichen.

Anfangs werden die WeShare-Fahrzeuge bei niedrigem Batteriestand durch Service-Mitarbeiter von WeShare eingesammelt und geladen. Im späteren Betrieb erhalten Nutzer Anreize für das eigenständige Laden.

Was für eine strategische Bedeutung hat WeShare?

Mit WeShare erweitert Volkswagen sein Ökosystem "Volkswagen We". Die Zahl der Carsharing-Nutzer in Deutschland ist seit 2010 um das 14-fache gestiegen. Während in Deutschland im Jahr 2010 gerade einmal 180.000 Menschen als Carsharing-Nutzer registriert waren, betrug die Zahl Anfang dieses Jahres 2,46 Millionen. Carsharing befindet sich unverändert auf Wachstumskurs.

Aber es geht nicht allein um das Geschäftsmodell Carsharing. Die WeShare-Autos bilden quasi eine barrierefreie Testfahrt-Flotte mit Elektroautos für Jedermann. Vor dem Hintergrund der Komplettausrichtung Volkswagens auf elektrische Mobilität dient WeShare damit als Katalysator in der Bevölkerung für den Umstieg vom Verbrenner auf Strom.

Welche Perspektiven eröffnet WeShare?

"Volkswagen We" bündelt alle digitalen Services und Dienstleistungen für den eigenen Pkw und darüber hinaus. Zuvor erfolgreich gestartet sind bereits die Apps We Park, die Parken noch einfacher und komfortabler macht, We Experience für personalisierte Empfehlungen für Waren und Dienstleistungen in Fahrzeugnähe oder We Deliver, mit der der eigene Kofferraum zur Packstation für Lieferdienste wird.

Darüber hinaus werden zum Beispiel auch "over the air" Software-Updates oder "Functions On Demand" für die Fahrzeuge über "Volkswagen We" abrufbar sein.

Weil der Nutzer künftig über eine individuelle ID erkannt wird, sind theoretisch eine Vielzahl individualisierter Angebote auf digitaler Basis denkbar.

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