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Wir machen AUFmerksam
Modehändler starten kreative Aktion wegen Lockdown

Die strengen Corona-Maßnahmen treiben viele, vor allem kleinere Geschäfte in existentielle Not. Die Modehändler des Landes reagieren auf ihre prekäre Lage nun mit einem Aufruf und einer Social-Media-Kampagne. 

Text: W&V Redaktion

7. Januar 2021

Der Modehandel protestiert gegen die Corona-Maßnahmen.
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Der Modehandel gehört zu den Branchen, die vom wiederholten Corona-Lockdown am stärksten betroffen sind. Uwe Bernecker vom Frankfurter Modelabel Funky Staff ruft daher nun gemeinsam mit Günter Nowodworski, Inhaber der Agentur Now Communication, zu einer Protestaktion auf, mit der die Modebranche an ihre missliche Lage erinnern will. Die Aktion mit dem Namen "Wir machen AUFmerksam" soll am 11. Januar um 11 Uhr starten. Die Forderungen: Die Gleichbehandlung mit der Gastronomie, die Wiedereröffnung des derzeit geschlossenen lokalen Einzelhandels oder, alternativ, angemessene Entschädigungen. Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, haben die Initiatoren zwei Plakate entwickelt, die von der Website Freundschaftsdienst.eu heruntergeladen werden können. Möglichst viele Modehändler sollen die ausgedruckten Plakate in ihre Schaufenster hängen und sich sowie die Mitarbeiter mitsamt Plakat fotografieren. Die Fotos, so die Idee, sollen anschließend über möglichst viele Social-Media-Kanäle verteilt werden. "Je mehr Händler es MACHEN, desto größer sind die Chancen, dass die Politik uns erhört", heißt es auf der Website. Zudem werden alle Posts mit den Hashtags #freundschaftsdienst, #buylocal, #funkylocalshopping sowie #wirmachenAUFmerksam auf der Freundschaftsdienst-Site erscheinen.

Bedrohliche Lage im Modehandel 

Anders als viele andere Händler hat die Modebranche "verderbliche Ware" in den Regalen, die sich in anderen Jahreszeiten kaum bis gar nicht mehr verkaufen lassen. Zudem muss ständig Platz geschaffen werden für nachkommende Artikel. 65 Prozent des stationären Handels seien, so der Aufruf zur Aktion, durch die Pandemie-Maßnahmen unmittelbar betroffen. Es drohe nicht nur das AUS dieser Betriebe, sondern es "gleicht einer staatlich angeordneten Hinrichtung." Gleichzeitig wird allerdings betont, man rufe ausdrücklich nicht zu Demos oder zu Ladenöffnungen auf, sondern wolle sich an Regeln und Vorschriften halten. Und auch Verbraucher werden aufgefordert, sich der Aktion anzuschließen und ebenfalls unter den oben genannten Hashtags zu posten.

TIPP: Wenn Sie wissen wollen, wie sich aktuell die Werbespendings im Modemarkt entwickeln, gucken Sie doch auf W&V Data vorbei. In den interaktiven Dashboards, basierend auf den Nielsen-Zahlen, können Sie die relevanten Werbemarktzahlen dazu abrufen. Insgesamt finden Sie dort übrigens Auswertungen zu 50 wichtigen Branchen und ihren Top-Playern!

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