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Anstößiges Motiv?
Möbelhändler Kare ist für die U-Bahn viel zu sexy

Ein fast nackter Mann mit altmodischer Dauerwelle, der für das Münchner Möbelhaus Kare wirbt? Das geht gar nicht, sagten die Münchner Stadtwerke und lehnten ein Motiv für den U-Bahnhof Marienplatz ab.

Text: W&V Redaktion

2. September 2021

Schon besser: Dieses Motiv fand vor den Augen der Münchner Stadtwerke Gnade und darf ab 6. September am U-Bahnhof Marienplatz hängen.
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Ab 6. September hängt ein Motiv im Rahmen einer Jubiläumskampagne in den U-Bahnstationen des Münchner Marienplatzes, das sich der Mobelhändler Kare eigentlich ein wenig anders vorgestellt hatte. Das ursprüngliche Motiv zeigte einen nahezu nackten Mann mit altmodischer Dauerwelle und 70er-Jahre Schnäuzer. Daneben stand der Spruch: "Langweilig? Geht uns am Arsch vorbei." Viel zu anstößig und den Fahrgästen der Münchner U-Bahn daher nicht zumutbar, ließen die Münchner Stadtwerke verlauten und lehnten das Motiv daher umgehend ab. Erst nachdem die verantwortliche Agentur Branda.Works die Brustwarzen des schicken Kerls mit einem zusätzlichen Deko-Accessoire verdeckte und den Spruch in "Und was erwartet Dich zu Hause?" abmilderte, fand das Motiv Gnade vor den Augen der Stadtwerke-Verantwortlichen.

 

Angesichts der übrigen Motive der Kampagne ist allerdings selbst das zunächst abgelehnte eher harmlos, wie die folgende Bildergalerie eindrucksvoll beweist. Diese Großflächen sind mit Sprüchen wie "Wir haben’s lieber geiler" oder "Für mehr Boing-Boing auf der Matratze" deutlich spitzer formuliert, sie finden sich allerdings auch nicht in U-Bahnhöfen. Peter Schönhofen, CEO des 1981 gegründeten Möbelhauses, das mit der Kampagne seinen 40. Geburtstag feiert: "Wir zeigen außergewöhnliche Menschen, die Spaß am Leben haben, egal in welcher Form es stattfindet, offen, divers, bunt – frei nach dem Motto Jedem Tierchen sein Pläsierchen."

Mit diesen Motiven wirbt Kare demnächst vielleicht auch in Ihrer Nähe.

Die Out-of-Home-Motive, die auf zahlreichen Großflächen mit Schwerpunkt München zu sehen sind, machen allerdings nur ein Teil der Kampagne aus. Zusätzlich wirbt das Unternehmen auch Online, im Radio, im Addressable TV, mit Guerilla-Aktionen sowie auf Social Media für sich. Wer Glück hat, der bekommt die Motive sogar im Ausland zu sehen: Viele der über 100 Franchisepartner von Kare in 50 Ländern arbeiten derzeit an nationalen Adaptionen der Kampagne, die von der Münchner Mediaagentur Crossvertise ausgesteuert wird.

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