Anzeige

100 Millionen Dollar Zufluss
N26 rüstet sich für Nach-Corona-Zeit

Für die App-Bank N26 wirkt die Coronakrise wie ein Katalysator: "Mobile Banking wird zum Standard", so die Überzeugung. Jetzt hat N26 weiteres Kapital eingesammelt und einen Marketingchef an Bord geholt.

Text: W&V Redaktion

5. Mai 2020

N26 ist in 25 Märkten aktiv
Anzeige

Die Smartphone-Bank N26 setzt auf einen schnelleren Wandel der Branche durch die Corona-Krise und stockt ihre jüngste Finanzierungsrunde um mehr als 100 Millionen Dollar auf. Das Geld von bestehenden Wagniskapitalgebern solle für Produkt-Innovationen und den Ausbau des Geschäfts in den Kernmärkten in Europa sowie den USA verwendet werden, teilte das Berliner Unternehmen mit. Die Finanzierungsrunde wurde damit auf 570 Millionen Dollar (523 Mio Euro) erhöht.

N26 wolle sich für Wachstum nach der Krise rüsten, sagte Deutschlandchef Georg Hauer der Deutschen Presse-Agentur. "Wir sehen, dass die Nachfrage nach digitalen Produkten gerade massiv steigt." N26 stelle sich auf einen dauerhaften Effekt ein: "Mobile Banking wird in der Zukunft einfach zum Standard im Banking." Das Ziel von N26 sei, eine der relevantesten Banken in Europa und den USA zu werden.

Durch den geringeren Konsum in der aktuellen Situation gingen zwar auch bei N26 die Transaktionserlöse zurück, die Firma sehe aber zugleich seit Monaten Wachstum bei den Premium-Kunden. Das zeige, dass immer mehr Menschen ihr Hauptkonto bei N26 führten, sagte Hauer. Die in Deutschland traditionelle Treue zur langjährigen Hausbank nehme ab: "Covid-19 schafft es gerade, Gewohnheiten zu ändern, die sich lange nicht geändert haben." In der Anfangszeit vor fünf Jahren sei der durchschnittliche N26-Kunde Mitte 20 gewesen - inzwischen sei das Durchschnittsalter auf Mitte 30 gestiegen, "mit Trend nach oben".

Dieser Inhalt kann leider nicht dargestellt werden. Sie finden ihn hier.

Marketingposten besetzt

N26 habe in der Corona-Zeit an Werbung gespart - da weniger Menschen sie aktuell gesehen hätten. Für die kommende Zeit hat N26 allerdings auch schon personell vorgesorgt: Patrick Stal ist neuer Vice President of Global Marketing bei N26.  Zuvor hatte Stal über zweieinhalb Jahre lang die Marketingaktivitäten von Uber in Europa, Nahost und Afrika geleitet. Zu Stals Aufgaben zählen die Bereiche Brand, Research & Analytics, Social Media, Lifecycle-Marketing, Product-Marketing, PR, Partnerschaften und die lokalen Marketing-Teams. Zuvor war er unter anderem bei Interbrand und Tomtom beschäftigt.

"Patrick ist eine der wenigen Führungspersönlichkeiten im Marketing, die sowohl im Brand- als auch im Performance-Marketing über ausgezeichnete Kenntnisse verfügen. Ich habe höchsten Respekt vor seinen bisherigen Erfolgen bei der Führung von breit aufgestellten Marketing-Teams über verschiedene Märkte hinweg. Ich freue mich sehr,gemeinsam mit Patrick unseren Marketingbereich auszubauen und die Wachstumsgeschichte von N26 weiter voranzutreiben", sagt Alexander Weber, Chief Growth Officer bei N26. Ihm ist Stal direkt unterstellt.

"Ich freue mich riesig bei N26 zu starten. Das Unternehmen verbindet Technologie,Finanzen und Innovation auf eine einzigartige Art und Weise. Wir haben die Möglichkeit, eine der wertvollsten Marken der Welt aufzubauen und die Beziehung der Menschen zu Banking – und zu Geld an sich – von Grund auf zu verändern", fügt Stal hinzu.

am/mit dpa

Alle Entwickungen im Liveblog:

Anzeige