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Nielsen-Zahlen
Nach langer Durststrecke: Deutsche trinken wieder mehr Bier

Seit 1980 sinkt der Bierkonsum hierzulande fast jedes Jahr. Im ersten Halbjahr 2018 ist der Absatz nun gestiegen. Die Brauer konnten sogar höhere Preise durchsetzen. Liegt es am Wetter?

Text: W&V Redaktion

20. September 2018

Für die Bierhersteller verlief das erste Halbjahr 2018 sehr erfreulich.
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Ist es der Fußball-WM-Effekt? Liegt es an der Rekordhitze? Oder gelingt den Bierbrauern nach fast 40 Jahren Absatzschwund eventuell sogar eine Trendumkehr?

Fest steht: Das erste Halbjahr 2018 verlief für die Bierhersteller endlich wieder mal positiv. 37 Liter pro Kopf und damit zwei Flaschen mehr als vor einem Jahr haben die Deutschen im Handel gekauft. Der Gesamtabsatz stieg um 2,2 Prozent auf rund drei Milliarden Liter.

Am erfreulichsten ist die Tatsache, dass es den traditionellen Herstellern endlich wieder mal gelang, Preiserhöhungen durchzusetzen. Beim Umsatz gab es sogar einen Rekordanstieg um fast sechs Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Selbst das (Premium)-Pils, die sogenannten "Fernsehbiere", sind pro Liter um fünf Cent teurer geworden. Im Schnitt haben die Verbraucher im Handel 1,34 Euro für den Liter Bier bezahlt. Das ergibt sich aus den jüngsten Nielsen-Marktdaten.

Am stärksten wachsen weiterhin die Biermix-Getränke: Bei ihnen stieg der Absatz um bis zu 15 Prozent. Das Radler, das um fast 20 Prozent zulegte, entwickelt sich mehr und mehr zum Bier-Klassiker.

In einer interaktiven Karte hat Nielsen den durchschnittlichen jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch für 36 deutsche Mikro-Regionen erfasst: Spitzenreiter ist die Region Chemnitz mit 132 Litern pro Kopf, gefolgt vom Großraum Dresden mit 130 Litern. In Oberbayern werden 58 Liter pro Kopf getrunken. In den Metropolen Berlin und Hamburg sind es 45 beziehungsweise 35 Liter.

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